Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
"Glas (Totenglocke)", im Original 1974 erschienen, nimmt in Derridas Werk eine besondere Stellung ein; es ist eines seiner wichtigsten und enigmatischsten Bücher, das lange Zeit keinen Übersetzer im Deutschen gefunden hat und sich dennoch allen späteren, mittlerweile recht schnell ins Deutsche übertragenen Büchern immer schon paradigmatisch eingeschrieben hat.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 01.02.2007
Michael Wetzel schäumt vor Freude fast über, dass dieses zweite Hauptwerk von Jacques Derrida nun endlich auch auf Deutsch vorliegt. Lange genug hat es gedauert, "Glas" ist im Original bereits 1974 erschienen und stammt damit aus der "wilden Zeit des Denkers", was nicht nur inhaltlich, sondern auch formal ins Auge springt. Derrida macht sich hier daran, Hegel zu dekonstruieren, genauer gesagt seinen Begriff der "Aufhebung", den der französische Denker als Verneinung und Verleugnung betrachtet, wie der Rezensent erklärt. Dabei stellt Derrida seinen Reflexionen zu Hegel Betrachtungen zum poetischen Werk von Jean Genet gegenüber: Zwei Textkolumnen, die durch keine weiteren Kapitel untergliedert sind, stattdessen durch Zitate mehrmals unterbrochen werden und vergeblich nach einem festen Bezug suchen lassen. Wetzel wundert es daher nicht, dass die "Theoretiker des Hypertextes" in diesem Buche einen Meilenstein sahen, gleich neben James Joyces "Finnegans Wake". Ganz "kolossal" findet Wetzel dieses auf zwei Säulen ruhende Werk und schließt in seine Begeisterung auch die Übersetzung von Hans-Dieter Dondek und Markus Sedlaczek ein, die "eine schier wahnsinnige Arbeit gründlicher Recherche mit sprachlicher Eleganz" verbinden.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








