Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Jobs
Historische Tage
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Anja Utler
brinnen
Klappentext
Wie selbstverständlich sprechen wir von Liebe, Schmerz und Glück, von ich und du, doch unser Erleben ist nie eindeutig. Empfindungen flammen ebenso schnell auf, wie sie wieder erlöschen oder abrupt ineinander umschlagen. Anja Utlers neues Buch "brinnen" fächert dieses fein schattierte Spektrum an Empfindungen auf, wie es der Begegnung von Körper und Welt entspringt. Eine Vielzahl von Gefühlen durchflackert die Texte, die stocken, sich verzweigen und den Leser zum Sprung zwingen: zur Wahl eines eigenen Weges innerhalb der frei vernetzten Gedicht- und Textsplitter, die stets auch andere Möglichkeiten offen halten.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.05.2007
Thomas Poiss preist Anja Utlers jüngsten Lyrikband als Klangwunder an, das man unbedingt "laut lesen" sollte, um es ganz genießen zu können. Wie schon in ihrem Lyrik-Debüt entfalte die Autorin eine "Anthropologie des Ausdrucks", sie spiele mit Rhythmus, Klang und Zeichensetzung, ohne sich jedoch darin zu verlieren, lobt der Rezensent. Semiotik ist in den Gedichten von Utler sehr wichtig und geht über das reine Zitieren, das man bei anderen Lyrikern findet, weit hinaus, so Poiss anerkennend. Wenn man von wenigen abgedroschenen Celan-Reminiszenzen absieht, stellt das ganze Buch eine überaus sorgsam komponierte, dreiteilige Einheit dar, die übrigens auch in der mehrspaltigen Seitengestaltung überzeugt, findet der Rezensent, der allerdings warnt, dass das Buch keineswegs "leicht" zu lesen sei.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 27.01.2007
"Spannend" fand Rezensent Nicolai Kobus die Auseinandersetzung mit Anja Utlers neuem Lyrikband, wenn auch nicht unbedingt entspannend. Es handelt sich seinem Eindruck zufolge um ein "großes, vielteiliges Liebesgedicht". Doch so ganz zugänglich scheint es nicht zu sein, was man schon der Empfehlung des Rezensenten, ein "etymologisches Wörterbuch in Reichweite" zu haben, entnehmen kann. Trotzdem findet Kobus diesen Band zugänglicher als seinen Vorgänger, mit dem Utler 2003 den Leonce-und-Lena-Preis gewann. Als Leser sei man "Teil der sprachlichen Vorgänge", freut er sich, weil in Utlers Lyrik Subjekt und Sprache fruchtbar miteinander reagieren würden.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Bücher von Lesern empfohlen
Patricia B. McConnell: Das andere Ende der Leine
Aus dem Englischen von Gisela Rau. Dies ist eigentlich kein Buch über Hundeerziehung, sondern eines über ...
Michael Stolleis: Sozialistische Gesetzlichkeit
Dieses Buch bietet eine erste Gesamtdarstellung der Staats-, Verwaltungs- und Völkerrechtslehre in der DDR. ...
Archiv: Bücherschauen
Vexierspielkünstler
20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


Folgen Sie uns auf Twitter


