Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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William Easterly
Wir retten die Welt zu Tode
Für ein professionelleres Management im Kampf gegen die Armut
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Petra Pyka. Milliarden Dollar hat der Westen in die Bekämpfung der Armut gepumpt ohne sichtbare Erfolge. Die meisten mit gut gemeinten Hilfsmaßnahmen bedachten Regionen stehen keineswegs besser da als zuvor. Zeit also für eine kritische Bestandsaufnahme der Arbeit von Weltbank, WTO und Co. und für einen Kurswechsel im Kampf gegen die Armut. Der US-Ökonom und Entwicklungsexperte William Easterly kritisiert so genannte "Planer", die aus der Ferne utopische, aber nicht praktikable Pläne verordnen, ohne zu erkennen, was tatsächlich gebraucht wird. Stattdessen fordert er mehr Unterstützung für "Sucher". Sie zielen auf konkrete Maßnahmen vor Ort und lenken Hilfsgelder dorthin, wo Selbsthilfe in überprüfbaren Schritten geleistet wird.
Easterly zeigt anhand vieler Beispiele und Fakten: medizinische Versorgung, Bildung und Ernährung können für Millionen Menschen wirksam verbessert werden, wenn Entwicklungsgelder konsequenter wie unternehmerische Investitionen behandelt werden.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.01.2007
Lobend äußert sich Roger Peltzer über dieses Buch des amerikanischen Ökonomen William Easterly, der den Kampf gegen die globale Armut analysiert. Easterlys profunde Kritik an einem Masterplan im Kampf gegen die Armut, an den Konzepten von Weltbank oder WTO und an den großen "Förderschüben" scheint ihm nicht nur einleuchtend, sondern auch notwendig. Easterly zeigt seines Erachtens überzeugend, warum Projekte wie das der "Millennium-Entwicklungsziele" zum Scheitern verurteilt sind. Dabei hebt er hervor, dass Easterly keineswegs für die Abschaffung der Entwicklungshilfe plädiert. Die Intention des Autors sieht Peltzer vielmehr in der Entwicklung von einzelnen konkreten Lösungen für konkrete einzelne Probleme. Dafür findet er in dem Buch eine Fülle von Beispielen, etwa die Verbreitung von Moskitonetzen zur Bekämpfung von Malaria, an der in Afrika immer noch wesentlich mehr Menschen sterben als an Aids. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben zum Bedauern des Rezensenten allerdings unterbelichtet. Easterlys Buch hält er dennoch für eine wichtige Lektüre, nicht nur für alle, die in der Entwicklungshilfe engagiert sind.
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Uangenehm plausibel
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