Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Jobs
Historische Tage
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
William Easterly
Wir retten die Welt zu Tode
Für ein professionelleres Management im Kampf gegen die Armut
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Petra Pyka. Milliarden Dollar hat der Westen in die Bekämpfung der Armut gepumpt ohne sichtbare Erfolge. Die meisten mit gut gemeinten Hilfsmaßnahmen bedachten Regionen stehen keineswegs besser da als zuvor. Zeit also für eine kritische Bestandsaufnahme der Arbeit von Weltbank, WTO und Co. und für einen Kurswechsel im Kampf gegen die Armut. Der US-Ökonom und Entwicklungsexperte William Easterly kritisiert so genannte "Planer", die aus der Ferne utopische, aber nicht praktikable Pläne verordnen, ohne zu erkennen, was tatsächlich gebraucht wird. Stattdessen fordert er mehr Unterstützung für "Sucher". Sie zielen auf konkrete Maßnahmen vor Ort und lenken Hilfsgelder dorthin, wo Selbsthilfe in überprüfbaren Schritten geleistet wird.
Easterly zeigt anhand vieler Beispiele und Fakten: medizinische Versorgung, Bildung und Ernährung können für Millionen Menschen wirksam verbessert werden, wenn Entwicklungsgelder konsequenter wie unternehmerische Investitionen behandelt werden.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.01.2007
Lobend äußert sich Roger Peltzer über dieses Buch des amerikanischen Ökonomen William Easterly, der den Kampf gegen die globale Armut analysiert. Easterlys profunde Kritik an einem Masterplan im Kampf gegen die Armut, an den Konzepten von Weltbank oder WTO und an den großen "Förderschüben" scheint ihm nicht nur einleuchtend, sondern auch notwendig. Easterly zeigt seines Erachtens überzeugend, warum Projekte wie das der "Millennium-Entwicklungsziele" zum Scheitern verurteilt sind. Dabei hebt er hervor, dass Easterly keineswegs für die Abschaffung der Entwicklungshilfe plädiert. Die Intention des Autors sieht Peltzer vielmehr in der Entwicklung von einzelnen konkreten Lösungen für konkrete einzelne Probleme. Dafür findet er in dem Buch eine Fülle von Beispielen, etwa die Verbreitung von Moskitonetzen zur Bekämpfung von Malaria, an der in Afrika immer noch wesentlich mehr Menschen sterben als an Aids. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben zum Bedauern des Rezensenten allerdings unterbelichtet. Easterlys Buch hält er dennoch für eine wichtige Lektüre, nicht nur für alle, die in der Entwicklungshilfe engagiert sind.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Bücher von Lesern empfohlen
Patricia B. McConnell: Das andere Ende der Leine
Aus dem Englischen von Gisela Rau. Dies ist eigentlich kein Buch über Hundeerziehung, sondern eines über ...
Michael Stolleis: Sozialistische Gesetzlichkeit
Dieses Buch bietet eine erste Gesamtdarstellung der Staats-, Verwaltungs- und Völkerrechtslehre in der DDR. ...
Archiv: Bücherschauen
Vexierspielkünstler
20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


Folgen Sie uns auf Twitter


