Aus dem Amerikanischen von Ariane Böckler. Madge Jenison findet schnell eine Partnerin und die beiden angehenden Unternehmerinnen machen sich kundig: über die Branche, über Bestellwesen und Handelsspannen. Vor allem wollen sie wissen, ob man allein vom Bücherverkaufen leben kann. Nach aufreibender Suche entdecken sie einen billigen Laden nahe der Fifth Avenue, streichen die Wände in knalligem Orange, finden einen vielversprechenden Namen: "Sunwise Turn" und eröffnen 1916 ihren Laden. Zum Gesamtkunstwerk Buchhandlung gehört neben Farbe und Name ihre spezielle Art, Geschenke zu verpacken, und ihre Philosophie, die Buchhandlung zum Kult und das Bücherkaufen zum Erlebnis zu machen. Ein Rückblick auf den Buchhandel im pulsierenden Manhattan der zwanziger Jahre.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2007
Überaus angetan berichtet Anette Zerpner über Madge Jenisons Buch "Sunwise Turn", das die Geschichte des gleichnamigen, zusammen mit ihrer Freundin Mary Mowbray-Clarke 1916 in Manhatten eröffneten Buchladen erzählt. Das 1923 erschienene, nun in deutscher Übersetzung vorliegende Buch zeichnet sich für Zerpner vor allem durch seinen humorvollen und menschenfreundlichen Ton aus. Mit großem Vergnügen hat sie die zahlreichen Anekdoten über Jenisons Unvollkommenheit als Geschäftsfrau, Spleens der Kunden, eigenwillige Angestellte und begeisterte Aushilfen aus New Yorks High Society gelesen. Zudem würdigt sie das Buch als "Dokument amerikanisch-demokratischer Haltung".
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