Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Elias Canetti

Masse und Macht

3 CDs. Gelesen vom Autor

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2003
ISBN-10 3455320171
ISBN-13 9783455320176
CD, 24,95 EUR

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Klappentext

3 CDs, 239 Minuten. Gelesen vom Autor. Noch immer trifft kein Buch die Problematik der gegenwärtigen Gesellschaft so zentral wie Masse und Macht. Auf die Fragen: Was ist Macht und was ist Masse? Wie verhalten sich beide zueinander? gibt Canettis umfassende, aus schier unendlichem Material - anthropologischen, soziologischen und historischen Quellen - erwachsene Untersuchung in unabhängigen, kühnen Thesen Antwort.

Rezension Perlentaucher

Es ist einer der bedeutendsten Essays des Zwanzigsten Jahrhunderts. Elias Canettis "Masse und Macht" hat 550 Seiten, ein räsonierender Text, nein, ein verschlungenes Gestrüpp von Texten, von denen jeder für sich seit Jahrzehnten immer wieder neue Generationen fasziniert. Der vom Autor vehement vertretene systematische Anspruch aber erschließt sich nicht. Es ist eine merkwürdige Pingeligkeit, eine den Leser peinlich berührende Penibilität, die die Lektüre erschwert, die die Vermutung nahe legt, der Autor distanziere sich von seiner Umgebung, zöge Genuss aus dem Gestus seiner Absonderlichkeit. Auch der Leser, den das eher amüsiert als dass es ihn abstieße, braucht Pausen, muss sich zurückziehen von der Lektüre, um sich auszuruhen von der ihn anbrandenden Verrücktheit des Autors. Ganz anders ist es, wenn man den Autor hört...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren