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zuletzt aktualisiert 09.02.2010, 16.23 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Aka Morchiladze

Santa Esperanza

Cover: Santa Esperanza

Pendo Verlag, München und Zürich 2006
ISBN-10 386612094X
ISBN-13 9783866120945
Kartoniert, 850 Seiten, 27,50 EUR

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Klappentext

Aus dem Georgischen von Natia Mikeladze-Bachsoliani. Es geht auf die imaginären Santa-Esperanza-Inseln im Schwarzen Meer. Aus unzähligen Fragmenten, Liebesgeschichten, Flaschenpost, Märchen, Mythen und Sagen, uralten Chroniken, aber auch E-Mails und Zeitungsartikeln entsteht ein Kosmos, in dem der Leser sich frei bewegen kann: Die 36 Hefte lassen sich in unzähligen Kombinationen lesen, die auf unterschiedliche Weise durch das malerische Insel-Universum führen.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.12.2006

Die "wohl verrückteste und verwegenste verlegerische Leistung der Saison" bejubelt Sonja Zekri. Denn Aka Morchiladze, obschon in Georgien ein Bestsellerautor, TV-Moderator und Soap-Verfasser, ist nicht nur hierzulande leidlich unbekannt, sondern hat seine Chronik eines Fantasie-Georgiens mitten im Schwarzen Meer auch noch in mehreren "regenbogenbunten" Heften veröffentlicht, die in einem "karamelbraunen Filzschuber" stecken. Flippig sei das, meint Zekri, die aber in den geschilderten Ungeheuerlichkeiten auch einen ernsthaften Zug und "neue, unvergessliche" Bilder entdeckt. "Santa Esperanza" sei dabei nicht nur ein Zerrbild von Georgien, sondern so "quicklebendig" und eigenständig, dass Zekri den Staat am liebsten in die UNO aufnehmen möchte. Gut konsumierbar sei das Konvolut aus fiktiven Kirchenchroniken, Dramoletten, Briefen und Tagebüchern außerdem, nicht zuletzt deshalb, weil Morchiladze mit westlichen Filmen und Literatur aufgewachsen ist und seine zahlreichen Anspielungen und Verweise deshalb "wunderbar vertraut" wirken.

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