In der vorliegenden Prosaarbeit geht Christoph Leisten von einem Ort aus, nämlich dem berühmten Platz Djemaa el Fna in Marrakesch, wo Geschichtenerzähler und Akrobaten, Heiler, Wahrsager und Musikanten bis in die Gegenwart Tag für Tag ein Fest der Sinnlichkeit entfalten. In den 88 Fragmenten dieses Buches wird die Djemaa el Fna zu einer Schule des Sehens, des Hörens, der Poesie und der Begegnung mit dem Anderen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2006
Stefan Weidner möchte diesen Band mit 88 kurzen Prosatexten von Christoph Leisten gern jedem Reisenden auf dem Weg nach Marrakesch mitgeben. Der Lyriker beschreibt darin seine täglichen Betrachtungen des Platzes "Djemaa el Fna", der seit Elias Canetti und Hubert Fichte in der deutschsprachigen Literatur zu einiger Berühmtheit gekommen ist, wie der Rezensent weiß. Besonders gefällt ihm, dass Leisten stets aufs Neue sehr aufmerksam und ohne Voreingenommenheiten das bunte Treiben und die vielen Gegensätze des Platzes in den Blick nimmt und selbst dessen Namen, der bei Canetti und Fichte lediglich als "Platz der Gehenkten" übersetzt wird, noch weitreichendere Bedeutungen abringt.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…