Er war ein Choleriker und Garant für Skandale, der seine Regisseure quälte, ein dämonischer Sexmaniac, der Filme wie am Fließband drehte. Diese umfassende Biographie über Klaus Kinski schildert das wilde Leben eines großen Künstlers, in dem Höhenrausch und Abgrund nahe beieinander lagen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.11.2006
Recht unspektakulär kommt Christian Davids Biografie über Klaus Kinski nach Ansicht von Fritz Göttler daher. Das findet er keineswegs schlecht, schließlich war das Leben des manischen Schauspielers selbst reich genug an "theatralischen Effekten". Er bescheinigt dem Autor eine nüchterne Darstellung von Kinskis Leben, die sorgfältig jeden Auftritt, jeden Film verzeichnet. Bisweilen wirkt das auf ihn allerdings ein wenig betulich. Göttler lässt noch einmal Höhen und Tiefen von Kinskis Karriere Revue passieren, von den Auftritten in den Edgar-Wallace-Filmen und Italo-Western über die fruchtbare Zusammenarbeit mit Werner Herzog bis zu seiner Paganini-Verfilmung. Dem Autor hält er noch vor, sich immer wieder auf die Ausführungen der damaligen Filmkritik zurückzieht, statt dem "Furor in diesen Filmen" nachzugehen.
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