Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Roman Bucheli (Hrsg.)
Wohin geht das Gedicht?
Klappentext
Wohin geht das Gedicht? - Die Antworten sind spielerisch oder ernsthaft, traditionsbewusst oder veränderungssüchtig, sie sind ganz auf das eigene Schreiben bezogen oder visieren Allgemeines an - eines ist ihnen allen gemein: Sie tragen neue, überraschende und anregende Sichtweisen vor. Les Murray macht sich Gedanken über die Liebe zur Poesie und meint, die Lyrik bewege sich nicht vorwärts, sondern immer seitwärts. Marcel Beyer schaut einem Ornithologen über die Schulter und entdeckt Gemeinsamkeiten mit dem lyrischen Handwerk. Lars Gustafsson erinnert sich in seinem Aufsatz an die Begegnung mit einem am Daumen verstümmelten Maurer, der in eines seiner Gedichte einging, und versucht eine Antwort auf die Frage, warum seine Gedichte so arm an Metaphern sind. Charles Simic schreibt über die allmähliche Verfertigung eines Gedichts. Juri Andruchowytsch erzählt in seinem Beitrag, wie er als Jugendlicher die Lyrik entdeckte, mit dreißig aufhörte, Gedichte zu schreiben, und wie die Poesie eines Tages wieder aus ihm hervorbrach. Adam Zagajewski gesteht, er wisse nicht, wohin das Gedicht heute geht, aber er sieht die Poesie jeden Morgen aufs Neue beginnen. Bei Klaus Merz geht das Gedicht auf die Jagd, ehe er die Frage umdreht: Woher kommt das Gedicht? Antworten von: Juri Andruchowytsch, Marcel Beyer, Franz Josef Czernin, Ulrike Draesner, Lars Gustafsson, Norbert Hummelt, Klaus Merz, Les Murray, Alberto Nessi, Brigitte Oleschinski, Albert Ostermaier, Lutz Seiler, Charles Simic, Adam Zagajewski.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.10.2006
Als "bunt und anregend" würdigt Rezensent Rolf-Bernhard Essig diesen von Roman Bucheli herausgegebenen Band, der poetologische Überlegungen von vierzehn Dichtern der mittleren und älteren Generation aus aller Welt versammelt. Viele Beiträge zeichnen sich für ihn durch Witz und interessante Beobachtungen aus, andere kommen für seinen Geschmack schwer und emphatisch daher. Erstaunt zeigt er sich darüber, dass sowohl Herausgeber als auch viele Dichter der Lyrik Möglichkeiten und Probleme zuordnen, die seines Erachtens für die Sprachkunst insgesamt gelten. Besonders überzeugend findet er die Beiträge, die poetologische Überlegungen an den Entstehungsgeschichten einzelner Gedichte konkret werden lassen. Gemein sei allen Beiträgen die Auffassung, dass sich Lyrik nicht in die Pflicht nehmen lasse, sich Engagementforderungen und Avantgardezwang verweigere, ohne dabei aber auf Wirkung verzichten zu wollen.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








