Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.43 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Norbert Hoerster

Was ist Recht?

Grundfragen der Rechtsphilosophie

Cover: Was ist Recht?

C. H. Beck Verlag, München 2006
ISBN-10 340654147X
ISBN-13 9783406541476
Paperback, 160 Seiten, 10,90 EUR

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Klappentext

Worin besteht das Fundament einer Rechtsordnung, die in einer Gesellschaft Geltung und Wirksamkeit besitzt? Wodurch unterscheiden sich Rechtsnormen von anderen sozialen Normen? Kann das Recht einer Gesellschaft jeden beliebigen Inhalt haben, oder gibt es Kriterien für das moralisch richtige Recht? Kann die Anwendung des Rechts im Einzelfall tatsächlich objektiv erfolgen? Welcher Methoden hat sich eine rational vorgehende Rechtsanwendung zu bedienen?

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Was ist Recht? - Norbert Hoerster bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.03.2007

"Merkwürdig", in gewisser Weise "archaisch" und doch in einzelnen Begründungssträngen immer wieder überzeugend findet Rezensent Rainer Maria Kiesow dieses rechtsphilosophische Werk, dessen Autor er als "modifizierten Rechtspositivisten" einstuft, der metaphysische, naturrechtliche Fundamentalbegründungen ablehnen würde. Besonders beeindruckt den Rezensenten die durchgehende Aufrichtigkeit der Argumente des Werks, das ihn insgesamt dennoch enttäuscht. Als Begründung führt der Rezensent die Kleinteiligkeit bei der Argumentation ebenso wie eine Blutarmut an, kritisiert das Fehlen eines politischen und synthetischen Blicks ebenso wie die Tatsache, dass Norbert Hoerster letztlich die Frage, was Recht sei, nicht beantworte. Was den Rezensenten aber am meisten stört ist die Tatsache, dass dem Rechtsphilosophen Hoerster bei seinen Betrachtungen die Fantasie völlig fehlt, aus Kiesows Sicht die Königsklasse aller Philosophie.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.2006

Das Buch des Rechtsphilosophen Norbert Hoerster hat für Gerd Roellecke zwei Seiten. Da sind Hoersters "politische Intentionen", die der Rezensent teilt. Und da sind seine "philosophischen Ansätze", deren auf der empirischen Wahrnehmbarkeit innerer Einstellungen basierende Konzeption Roellecke nicht akzeptiert. Genauso wenig wie Hoersters "Rechtspositivismus" und seinen "moralneutralen" Rechtsbegriff. Spätestens hier, meint Roellecke, wird jeder Rechtsprofessor protestieren, in dessen Rechtsverständnis Gerechtigkeit mehr wiegt als Macht. Auch das Problem der Verfassungsgebung findet Roellecke nicht zufriedenstellend behandelt. Wie in diesem Sinne Macht entsteht, sähe er gerne historisch, nicht apodiktisch geklärt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren