Glaubt, wer nicht an Gott glaubt, gar nichts mehr? Die philosophiehistorische Streitschrift von Jens Grandt analysiert, von Ludwig Feuerbachs Untersuchungen zum Wesen der Religion ausgehend, Erscheinungsformen säkularer Religiosität in Vergangenheit und Gegenwart. Dabei wird in polemischer Auseinandersetzung mit Marx und Engels eine Neubewertung Feuerbachs vorgenommen.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 04.10.2006
Hohe Ziele bescheinigt ein offenbar von der Lektüre angeregter Cord Riechelmann Jens Grandts Studie "Ludwig Feuerbach und die Welt des Glaubens". Grandt, wie Riechelmann weiß ein pseudonymer Autor aus der ehemaligen DDR, räumt zur Befriedigung des Rezensenten mit "marxistischen Lehramtsfloskeln" auf, um die Trennung Marx' von Feuerbach und der Kritik der Religion im Detail nachzuzeichnen. Grandt schaffe es hier, die neoliberale Haltung der Gegenwart mit einer "emanzipatorischen Sinnlichkeit" zu konfrontieren, mit der der Mensch "soziale Zeit und sozialen Raum" konstruieren kann.
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