Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Slavoj Zizek
Parallaxe
Klappentext
Parallaxe bezeichnet gemeinhin die scheinbare Änderung der Position eines Objekts, wenn der Beobachter seine eigene Position verschiebt. Was ist aber, wenn die beobachtete Veränderung nicht einfach nur subjektiv ist? Was ist, wenn sie gerade vom Gegenstand selbst und seinen ihm innewohnenden Antagonismen ausgeht? Slavoj Zizeks Buch ist eine kritische Analyse der Gegenwart und zugleich ein grundlegendes philosophisches Werk, das sein theoretisches Gerüst in eine programmatische Form bringt. Es vereint philosophische und theologische Analysen, Interpretationen von literarischen Texten, Filmen und Kompositionen und nicht zuletzt Anekdoten.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 02.11.2006
Mit wohligem Schauder hat Rezensent Wilhelm Trapp ein geistiges Vollbad im philosophischen Whirlpool von Slavoj Zizeks jüngstem Buch genommen, das er als "brausendes Gemisch von Thesen und Theorien" beschreibt. Dessen Denken in Paradoxien findet er nach wie vor ziemlich anregend, aber irgendwie ist er nicht sicher, ob er am Ende einem Scharlatan aufgesessen ist. "Origineller Starphilosoph oder Theorietanzbär vom Balkan?" - so genau kann Trapp diese Frage für sich nicht ganz klären. Hier hätte ein Lektor eventuell Wunder bewirken können, aber scheinbar sei dieser Denker auch von verlegerischem Fachpersonal nicht zu bändigen. Zwar gelingen Zizek aus Sicht des Rezensenten mit seinem "Parallaxemotiv" immer wieder erstaunliche "Zirkelschläge zwischen scheinbar Dissoziierten", auch wenn seine Exkurse nicht alle gleich originell ausgefallen sind. Am Ende redet er Zizek ins Gewissen und fragt, ob er nicht langsam Angst habe, seine Theorien wie "ein Imitator seiner selbst" nur noch zu reproduzieren - schillernd, aber irgendwie seelenlos.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.10.2006
Was Andreas Dorschel über Slavoj Zizeks neues Buch schreibt, ist lustig zu lesen, für den Leser des Buches aber bedeutet es nichts Gutes. Der Erkenntniswert geht gegen Null, wenn wir Dorschel richtig verstehen. Der Schwafelwert dagegen sprengt die Skala. Schon die Wahl der Parallaxe-Metapher ("Eselsbrücke"), erscheint Dorschel derart beliebig, dass er befürchtet, der Band könne den Auftakt bilden zu einer schier endlosen Reihe. Wenn Zizek zu argumentieren beginnt, muss Dorschel an Brei denken, um so mehr, je öfter der Autor "präzise" ruft und den Leser mit einem ermutigenden "Wir" auf seinen Erkenntnis-Hochsitz hievt. Und wahrlich von dort oben sieht auch Dorschel bald alles vereint: Marx und Lacan, Disney und Deleuze, Hitchcock und Kant. Offen bleibt nur die Frage des Rezensenten, wieso Zizek nicht einfach drauflos spinnt, ohne seine wilde Assoziationskette noch mit Fußnoten zu behängen. Ach ja, akademische Gewohnheit. Dieser Mann, ächzt Dorschel, ist eben ein "Pedant des Wirren". Gespiegelt findet das der gebeutelte Rezensent in einem "hässlichen Nominalstil", den die Übersetzung auch noch pflichtbewusst bewahrt hat.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







