Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Mit 70 Farb- u. 40 SW-Abbildungen. Martin Warnkes Künstlerstudien erörtern klar und präzise die Entwicklung eines künstlerischen Profils und seine historischen Bedingungen. Als strahlende künstlerische Gegenfigur zu Velazquez ist der rund 20 Jahre ältere Peter Paul Rubens (1577-1640) zu sehen, der früh reist und sich auf internationalem höfischen Parkett bewegt. Seine Werkstattgründung und verschiedenen diplomatischen Missionen begleiten ein umfangreiches lebendiges, sinnliches und farbintensives Werk, das gerade in jüngster Zeit wieder auf ein breites Interesse stößt. Warnke widmet seine Beobachtungsgabe und sein gesamtes Wissen dieser Studie über den flämischen Malerfürsten.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.03.2007
Eine gelungene Interpretation des Wirkens des Barockmalers Peter Paul Rubens durch den Kunsthistoriker Martin Warnke, die der Rezensentin zufolge auch dem Leser in der Erweiterung des Blicks auf Leben und Werk des Künstlers zugute kommt. Aber auch der Leser hat ihrer Rezension zufolge einiges von dessen Erweiterung des Blicks auf Leben und Werk dieses Künstlers. Das vorliegende Werk fußt den Informationen Kipphoffs zufolge auf Warnkes 1977 zu Rubens' 400. Geburtstag erschienenem Kunsttaschenbuch. Es berücksichtige aktuelle Forschungsergebnisse und beziehe neue Aspekte wie "aparte" Ausführungen über das "Bacchantische bei Rubens" mit ein. Das Besondere an diesem Buch besteht für die Rezensentin in der Tatsache, dass hier Leben und Werk nicht in einen Kausalzusammenhang gesetzt werden, sondern dass Rubens' Malerei von Warnke als "eigenwilliges" Medium der Erkenntnis beschrieben wird, das Rubens seiner Zeit gegenüber gestellt habe. Mitunter auch, um mit Metaphern und Allegorien Politik zu machen.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.02.2007
Vorbildlich findet Andreas Tönnesmann Martin Warnkes Rubens-Biografie auch nach dreißig Jahren noch. Aktualisiert liegt sie nun vor, und der Rezensent hat rein gar nicht auszusetzen daran. "Schlank" die Sätze, "messerscharf" die Argumentation, "pointiert" die Beobachtung, die den Autor zu einem zwischen Werk und Lebensweg unterscheidenden Rubens-Bild führen. Die freigelegten Perspektiven auf eine weniger affirmative als vielmehr skeptische Haltung des Malers zu Fragen der Religion und der Macht kauft Tönnesmann dem Biografen ab. "Stoff zum Weiterdenken", meint er, auch heute noch, und empfiehlt das Buch der Rubens-Forschung. Wissenschaftlichen Tugenden, wie genauer Bildanalyse und Quellenlektüre, sowie einer eher verhaltenen Vermittlung neuer Befunde, so wie sie der Autor betreibt, scheint der Rezensent nicht allzu oft zu begegnen.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006
Martin Warnkes Studie über Peter Paul Rubens (1577-1640) hat Rezensent Henning Ritter überaus beeindruckt. Er betrachtet sie als Konzentrat der lebenslangen Beschäftigung des Kunsthistorikers mit dem flämischen Malerfürsten. Ein Stärke der Arbeit sieht er darin, dass sie das politische Engagement von Rubens ins Blickfeld rückt und akzentuiert. Die Größe von Rubens besteht für ihn nämlich nicht zuletzt im produktiven Ausgleich der Bereiche Kunst und Politik, der dem Maler gelungen ist. Besonders unterstreicht Ritter in diesem Zusammenhang Warnkes Deutung von Rubens Spätwerks. Dem Autor gelingt es hier seines Erachtens überzeugend zu zeigen, welchen Erfahrungsgewinn die diplomatischen Aktivitäten Rubens auch für seine Kunst bedeuteten.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








