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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bernd Roeck

Mörder, Maler und Mäzene

Piero della Francescas 'Geißelung'. Eine kunsthistorische Kriminalgeschichte

Cover: Mörder, Maler und Mäzene

C. H. Beck Verlag, München 2006
ISBN-10 3406550355
ISBN-13 9783406550355
Gebunden, 246 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Dieses Buch erzählt die Geschichte eines der berühmtesten Gemälde der italienischen Renaissance, der "Geißelung" Piero della Francescas. Der Autor zeigt, dass das Bild eine verschlüsselte Mordanklage enthält, eine Anspielung auf den Mord an Oddantonio da Montefeltro, dem ersten Herzog von Urbino.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Mörder, Maler und Mäzene - mehr zum Buch bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2006

Spannend wie ein Krimi liest sich Bernd Roecks Buch über ein berühmtes Gemälde des Malers Piero della Francesca, kommentiert Christian Jostmann. Die These, mit der darauf dargestellten Geißelung Christi sei der politische Mord von Federico da Montefeltro an seinem Stiefbruder Oddantonio abgebildet, geistert zwar schon seit dem 18. Jahrhundert durch die Bildinterpretationen, weiß der Rezensent. Der Autor, Historiker aus Zürich, legt aber in einem packenden "Indizienbeweis" die vielen verschlüsselten Bildhinweise frei und konstruiert daraus seine Anklage, so Jostmann fasziniert. Zudem erfreuen die prächtigen Illustrationen des Bandes das Auge des Kritikers. Er will in seiner Kritik nicht die ganze Argumentationslinie verraten, manches, was Roeck zur Untermauerung seiner späten Anklage vorbringt, hat ihn auch nicht vollends überzeugt. Doch insgesamt ist der Rezensent von diesem Buch gefesselt, lobt es als intelligent und zeigt sich sehr angetan.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.11.2006

Selbst noch die Abbildungen seien in diesem wunderbar gestalteten Buch genauestens auf den Text bezogen, lobt die Rezensentin Caroline Schnyder, sichtlich angeregt von den kriminalistisch konkreten Detailanalysen des Autors ebenso wie von der "unbeschwert-gewandten" Sprache. Bernd Roecks großer Coup sei der Moment, wenn er gewissermaßen als Kronzeuge eine Legendensammlung aus dem dreizehnten Jahrhundert aus dem Sack zieht und damit eine Lösung für das Rätsel in Piero della Francescas Gemälde "Geißelung" präsentiert. Roeck liefert als erster eine stimmige Interpretation, lobt Schnyder. Die "Geißelung" ist demnach eine in Öl gemalte "Mordanklage", die Ross und Reiter nennt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006

Spannend wie einen Krimi findet Rezensent Dirk Schümer diese Studie des Historikers Bernd Roeck über Piero della Francescas berühmtes Gemälde "Die Geißelung Christi". Dieses Bild enthält versteckte Hinweise auf einen bislang ungelösten Kriminalfall, die Ermordung des jugendlichen Herzog von Urbino, Oddantonio da Montefeltro, im Jahr 1444. Roecks Analyse des Gemäldes, durch die er den Fall aufklären kann, hält Schümer für "sensationell". Die souveräne, materialreiche Beweisführung des "Kunstkommisars" hat ihn rundum überzeugt. Auch die sprachlichen Fertigkeiten sowie die außerordentliche Vertrautheit mit der Lebenswelt der Renaissance, die der Autor an den Tag legt, haben Schümer beeindruckt. Und so würdigt er Roeck gerne als einen der "profiliertesten und genialsten Historiker seiner Generation".

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.09.2006

Als meisterhaft würdigt Rezensent Wilhelm Trapp die Studie "Mörder, Maler und Mäzene", die der Historiker Bernd Roeck vorgelegt hat. Wie er berichtet, gelingt es dem Autor darin, die Ermordung des Herzog von Urbino, Oddantonio da Montefeltro, 1444 aufzuklären - anhand der Analyse eines der berühmtesten Gemälde der italienischen Renaissance, der "Geißelung" von Piero della Francesca. Geradezu "spektakulär" scheint ihm Roecks Beweisführung, "verblüffend" seine Klärung der Frage nach dem Auftraggeber von Pieros Meisterwerk, danach, wie es nach Urbino kam, und nach Datierungen von Bilddetails. Trapp hebt hervor, dass die Studie über die Klärung des konkreten Falls dem Leser die gesamte Epoche mit ihrem Machtgeflecht, ihrer Geisteswelt, ihren Maltechniken näher bringt. Sein Resümee über das Werk: ein "bild- wie quellenkundlich virtuoser Krimi".

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