Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Mit einem Vorwort von Marguerite Duras. Aus dem Französischen von Sigrid von Massenbach und Hans Naumann. Im Mittelpunkt dieses neu zu entdeckenden Texts steht eine Liebe auf dem schmalen Grat von Erotik und Tod, in der sich Lust und Grauen unentwirrbar verknoten. Henri Troppmann ist reich, krank, verrückt und böse, er ist ein selbstgefälliges Ekel, das oft und gerne weint, säuft, kotzt, rülpst und hurt. Er ist ein sexueller Aufrührer a la Don Giovanni, der es liebt, sich und andere zu misshandeln und bis an den Rand des Selbstmords zu treiben. In Hotels, Restaurants und Bars in Barcelona, Paris und London lässt sich Troppmann von einer Verzweiflung und Schandtat in die nächste treiben, hin und her gerissen von lüsterner Liebe und tiefster Verachtung für drei Frauen: die schöne, aber verlebte Dirty, die makaber-hässliche Kommunistin Lazare und die töricht und naiv liebende Xenia. Vor dem Hintergrund der drohenden Dämmerung Europas treibt die Handlung des 1935 verfassten, aber erst 1957 veröffentlichten Romans einem Ende zu, das wie eine Vorahnung der künftigen Völkervernichtung wirkt.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.09.2006
Muss man lesen, denkt man gleich, liest man Burkhard Müllers Besprechung des 1936 geschriebenen Romans von George Bataille. Die Zweifel, die Müller zwischendurch säht, indem er auf die Schwierigkeiten der von Bataille verfochtenen "Literatur der Raserei" hinweist (die will ja auch geschrieben sein, in aller Form), fegt er selber gründlich wieder weg. Gut, da ist keine großartige Sprache, da sind nicht diese "Stellen" wie in "Die Geschichte des Auges". Dass der teils autobiografisch inspirierte Text in seiner "sachlichen Knappheit" dennoch nicht zur Mystik gerät, dafür, lässt Müller wissen, sorgt Bataille schon selbst: Beharrlichkeit ist schließlich auch was Außerordentliches. Man müsse nur lange genug dran reiben, dann beginne das Stumpfe zu leuchten. Sagt der Rezensent und bewundert den szenischen Einfallsreichtum Batailles, dieses "beunruhigende" Gefühl aus Glück und Verzweiflung, das er "um nichts in der Welt verlieren möchte".
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








