Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 13.02 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Martin Pollack (Hrsg.)

Von Minsk nach Manhattan

Polnische Reportagen

Cover: Von Minsk nach Manhattan

Zsolnay Verlag, Wien 2006
ISBN-10 3552053719
ISBN-13 9783552053717
Gebunden, 270 Seiten, 21,50 EUR

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Klappentext

Aus dem Polnischen von Joanna Manc, Martin Pollack und Renate Schmidgall. 38.196 Mal hat Janina Turek in 57 Jahren das Telefon abgehoben, 1922 Mal hat sie sich mit jemandem verabredet: Janina Turek hat alles, buchstäblich alles in ihrem Leben notiert. Limalo besitzt in einem Vorort von Warschau eine Villa und macht Geschäfte; plötzlich bricht er auf, um in Transsilvanien nach seinen Vorfahren zu suchen. Am 9. März 1995 übergießt sich Zbigniew K. in Manhattan mit Benzin und verbrennt. Drei markante Schicksale, drei Beispiele für die literarische Gattung der Reportage, wie sie es bei uns fast nicht mehr gibt, in Polen aber hohe Tradition hat. Martin Pollack hat in diesem Band eine Auswahl der besten polnischen Reportagen aus mehr als einem Jahrzehnt getroffen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2006

Beeindruckt zeigt sich Sabine Berking von diesem Band mit polnischen Reportagen aus den letzten zehn Jahren, die Martin Pollack herausgegeben hat. Die Themen Zugehörigkeit und Identität spielen in den Reportagen ihres Erachtens eine Hauptrolle. Oft gehe es auch um ein "Aufräumen in den Kellern der Geschichte" und um alte, immer noch offene Wunden. Ausführlich berichtet sie über die Geschichten, der sich die Reportagen angenommen haben. So schildert sie den Fall zweier kleiner polnischer Gemeinden, die sich gegen das Erbe wehren, Geburts- und Lebensort des jüdischen Schriftstellers und späteren Literaturnobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer zu sein. Berührt hat sie auch die Geschichte über eine Amerikanerin ukrainischer Herkunft, die sich in ein ostpolnisches Dorf aufmacht, wo vor einem halben Jahrhundert ihr Mann ums Leben kam, und wo er bis heute ohne Grab unter der Erde liegt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren