Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ivan Cankar

Martin Kacur

Lebenslauf eines Idealisten. Roman

Cover: Martin Kacur

Drava Verlag, Klagenfurt 2006
ISBN-10 3854354576
ISBN-13 9783854354574
Gebunden, 240 Seiten, 21,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Slowenischen übersetzt, mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen von Erwin Köstler. "Lebenslauf eines Idealisten" - so nennt Ivan Cankar seinen Anfang 1907 erschienenen Roman "Martin Kacur" im Untertitel mit sarkastischem Unterton. Ein junger, liberaler Lehrer, der wegen seiner politischen Gesinnung versetzt worden ist, beginnt auch an seinem neuen Dienstort, aufklärerisch zu wirken. Von den Kollegen im Stich gelassen, muss er bald erkennen, dass er gegen die Autorität des Pfarrers nicht ankommt. Eine zur Gründung eines Volksbildungsvereins einberufene Versammlung endet mit einer allgemeinen Prügelei und bietet den Vorwand für Kacurs neuerliche Versetzung. Er wird Lehrer in Blatni dol, einem "Schlammloch", dessen Einsamkeit er durch die Ehe mit der Wirtstochter zu entgehen versucht. Kacur hat nicht die Kraft, in diesem Umfeld zu bestehen, und wird zum Trinker. Als er nach mehr als zehn Jahren endlich in ein lichteres Dorf versetzt wird, trifft er seine alten Kollegen wieder, die sich inzwischen zu Vordenkern der Freiheit gemausert haben und ihn, den an Leib und Seele Gealterten, als Klerikalen verspotten. Kacur, den seine Frau vor aller Augen betrügt und dessen Kinder sich von ihm distanzieren, begehrt ein letztes Mal verzweifelt gegen den Opportunismus auf ?

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.08.2006

Jörg Plath stellt bewundernd fest, dass der Roman von Ivan Cankar auch mehr als hundert Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner Frische und Sprödigkeit eingebüßt hat. Es ist die Geschichte der absoluten Desillusionierung eines Lehrers, dem in drei heruntergekommenen slowenischen Dörfern nach und nach die idealistischen Flausen ausgetrieben werden, bis er am Ende vollkommen gebrochen ist. Der Roman ist Anklage der Verhältnisse und gleichzeitig die Schilderung von der Zerstörung eines Menschen, erklärt Plath, der sich von der Archaik der Sprachbilder und der lakonischen Erzählweise dieses Romans sehr beeindruckt zeigt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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