Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Rainer Marten

Die Möglichkeit des Unmöglichen

Zur Poesie in Philosophie und Religion

Karl Alber Verlag, Freiburg 2006
ISBN-10 3495481869
ISBN-13 9783495481868
Kartoniert, 203 Seiten, 22,00 EUR

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Klappentext

Reicht auch das Faktum der Entzauberung der Welt bis in die Antike zurück und dauert die Herrschaft der Ideologie des Fortschritts bis in die Gegenwart an, so vertraut der Mensch doch immer einer Selbstpoetisierung, die ihn mehr vermögen lässt als er selbst vermag. Jüdisch-christliche, römisch-griechische, selbst neuzeitlich-aufklärerische Tradition ist maßgeblich gezeichnet von Positionen philosophischer, theologischer und religiöser Reflexion, die eine ganz spezielle Poesie entdecken lassen. Der Autor sammelte Epos und Tragödie, philosophische und theologische Texte aus Antike, Mittelalter, Neuzeit und jüngster Vergangenheit.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.12.2006

Wohlwollend äußert sich Uwe Justus Wenzel über Rainer Martens Traktat "Die Möglichkeit des Unmöglichen". Auch wenn ihm das Buch nicht immer leicht zu lesen scheint, lohnt sich seines Erachtens die Lektüre, fasziniert es doch immer wieder mit "überraschenden Gedanken". Die Intention des Autors sieht Wenzel in der Erhellung des grundlegend poetischen Charakters von Philosophie, Religion und Literatur, denen allesamt nur eine poetische Wirklichkeit innewohnt. Hier zeigt sich Wenzel etwas skeptisch. Er hält dem Autor entgegen, Gläubige würdigen keineswegs akzeptieren, dass Gott nur in ihrem Glauben lebe. Auch betrachtet er Ideen wie das vollkommene Gemeinwesen und den ewigen Frieden als real ausgearbeitete Begriffe, an denen die Wirklichkeit gemessen wird. Allerdings räumt er dann ein, dass Marten letztlich auf etwas anderes ziele, nämlich die Philosophie als Lebens- und Schreibkunst.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2006

Als ordnenden, ideenreichen Kopf im Getümmel der Geschichtsphilosophie und ihrer großen Vertreter sieht Kurt Flasch den Autor Rainer Marten. Philosophie und Religion auf ihren poetischen Charakter hin zu untersuchen, hält er für einen Ansatz zu einer "neuen Philosophie". Der Ehrenrettung solcher Geistesgrößen wie Leibniz und Platon durch den Nachweis ihrer Poetizität folgt Flasch gebannt. Ebenso der bibelfesten Betrachtung religiöser Phänomene. Regt der Text, wie im Fall der allzu wörtlichen Platonlektüre, den Zweifel an, scheint Flasch auch davon noch zu profitieren. Dass manches offen bleibt, erklärt sich Flasch mit der Struktur des "gewichtigen" Textes. Mit der gedanklichen Prämisse vom poetisch lebenden Menschen scheint er im Ganzen gut zurechtzukommen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren