Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Bahman Nirumand beschreibt die Gefahren, die von dem akuten Atomkonflikt mit dem Iran ausgehen. Und er analysiert die tiefen Widersprüche im Gottesstaat, die genutzt werden müssen, um einen militärischen Konflikt noch zu vermeiden.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.09.2006
Rezensent Wolfgang G. Schwanitz lobt einerseits die Fähigkeit des Autors, die Rolle der Islamisten im Iran durchschaubarer zu machen, kritisiert aber zugleich einige Thesen. Die Mullahs mit ihrem reinen Gottesstaat als Ziel seien dem Autor zufolge eigentlich in der Minderheit innerhalb einer Zivilgesellschaft, allerdings gebe es keine realistische politische Alternative. Auf die Schlussfolgerung, das Regime sei latent gefährdet, entgegnet der Rezensent, auch in Osteuropa hätten die Menschen lange in einer schizophrenen Situation ausgehalten. Zum Atomstreit verweise der Autor auf die gefährlichen Auswirkungen auf die Opposition, die sich aufgrund der parteiischen Haltung Amerikas spalte. Die Vorwürfe gegenüber der Israel-Politik bestreitet der Rezensent mit einem Verweis auf die demokratische Verfassung Israels. Ebenfalls "fragwürdig" sei die Unterstellung des Autors, Fundamentalisten in den USA suchten nach einer Rechtfertigung für einen neuen Krieg. Gut lesbar, lautet konsequenterweise das Resümee des Rezensenten, aber "streitbar".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.09.2006
Eines der besten derzeit auf dem Markt befindlichen Bücher über den Iran sieht der "vk." zeichnende Rezensent in vorliegender Arbeit Bahman Nirumands. Die Darstellung der Entwicklung der Islamischen Republik von Khatamis Reformströmung zu Ahmadinedschads Rückgriff auf die Revolution würdigt er als überaus sachkundig und differenziert. Neben einem instruktiven Bericht über die Bestrebungen Ahmadinedschads, Iran zu einer Nuklearmacht zu machen, besticht das Buch für ihn durch seine "Innenansichten aus der Islamischen Republik". Besonders interessiert den Rezensenten die Schilderung von Ahmadinedschads Aufstieg und die zunehmende Verbürgerlichung ehemaliger Vorkämpfer der Revolution. Ex-Präsident Rafsandschani etwa verfüge inzwischen über ein Privatvermögen von über einer Milliarde Dollar und ein riesiges Familienimperium. Außerdem unterstreicht er Nirumands kritische Betrachtung der iranischen Hilfsbedürftigen-Stiftungen, die "sizilianischen Mafia-Organisationen" ähnelten. Abschließend hält der Rezensent fest, dass Nirumand trotz des heutigen Rechtsrucks im Iran an eine nachhaltige Wirkung der iranischen Zivilgesellschaft und eine langfristige Säkularisierung der Islamischen Republik glaubt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2006
Von Bahman Nirumand hat sich Alexander Gerlach Teherans Weg zur atomaren Bedrohung erklären lassen. Dabei konnte Gerlach feststellen, wie auch Deutschland diesen Weg mit geebnet hat. Verwundert scheint Gerlach über Nirumands Ja zur Atomenergienutzung des Irans, weil dieser selbst eine ausschließlich zivile Nutzung anzweifelt. Seltsam findet der Rezensent auch die zentrale These des Buches, wonach gerade im Atomprogramm das Mullah-Regime Unterstützung von den revolutionären Kräften erhält. Die implizite Forderung, Iran in der Atomfrage wie andere Länder zu behandeln, klingt in Gerlachs Ohren wenig überzeugend.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.07.2006
Ein freier Leser sein, das schätzt der Rezensent. Darum gefällt Rupert Neudeck dieser Band des milder gewordenen 68er-Kämpen Bahman Nirumand so gut. So kann er selber überlegen, wie dessen Heimat, der Iran, sich heute und morgen darstellt. Die Basis dafür gibt ihm der Autor in, wie er sagt, nüchterner Sprache an die Hand, die nur bisweilen der "Hauch von Wehmut" des Exilanten streift. Und die Möglichkeit der Katastrophe. Daher, schreibt Neudeck, bezieht das Buch seinen Saft. Weil keiner weiß, wie Irans Atomprogramm zu stoppen ist und wie die Kräfteverhältnisse im Land aussehen, und Nirumand genau hier seine Analyse ansetzt.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.07.2006
Höchst instruktiv findet Ulrich Ladurner dieses Buch über die explosive Lage im gegenwärtigen Iran von Bahman Nirumand. Die große Stärke des Buches sieht er darin, dass es sich nicht nur für Irans Griff nach der Bombe interessiert, sondern dem Leser auch die iranische Gesellschaft nahe bringt, die Sehnsucht der Bevölkerung nach Frieden und Freiheit ebenso wie die zwischen verschiedenen islamistischen Gruppierungen tobenden Kämpfe. Ladurner bescheinigt dem Autor, Akteure zu benennen und ihr Denken und ihre Strategien zu erklären. Als große Leistung des Autors betrachtet er zudem die Einführung in die differenzierten intellektuellen Diskussionen, die im Iran geführt werden. Das Resümee des Rezensenten: "ein wertvoller Beitrag zur aktuellen Debatte".
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







