Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michael Klonovsky

Land der Wunder

Roman

Cover: Land der Wunder

Kein und Aber Verlag, Zürich 2005
ISBN-10 3036951393
ISBN-13 9783036951393
Gebunden, 542 Seiten, 22,80 EUR

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Klappentext

Johannes Schönbach, Geistesmensch, Trinker und Bonsai-Casanova, schlängelt sich durch eine von Alkoholikern, Spaßvögeln, Bonzen und Polizisten bevölkerte Kloake namens DDR, um nach dem Novemberwunder 1989 in einem von Selbstdarstellern, Gesinnungshuren, Geldschefflern und Spaßhabern bevölkerten Kasino namens Bundesrepublik festzustellen, dass entweder die Welt falsch ist oder er. Anfangs stehen seinem Glück vor allem die Staatsgrenze sowie die Tatsache im Wege, dass die Ostberliner Spitzenschönheit Katja Kommerell nur mit SED-Mitgliedern - jedenfalls nicht mit ihm - ins Bett steigt. Das würde der triebhafte Philologiestudent vielleicht noch ertragen haben, aber als man ihn zu einer Hilfsarbeiterexistenz in einem Schnapslager verdammt, schwindet ihm der ohnehin begrenzte Daseinssinn vollends.
Der lebensmüde Zwangs-Aussteiger konnte es sich naturgemäß nicht träumen lassen, dass er dermaleinst seine Ostberliner Hinterhofklause gegen ein Münchner Penthouse tauschen und es zum preisgekrönten Journalisten - zuletzt sogar noch zum Millionär - bringen würde. Zuletzt? Nein. Damit enden die Wunder im Leben des notorischen Katja-Kommerell-Wiederfinders nämlich noch lange nicht ?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.06.2006

Rezensentin Silja Ukena kann sich für Michael Klonovskys "Ost-Klamotte" überhaupt nicht begeistern. Ihrer Meinung nach hat der Autor viel Potential verschenkt, denn mit seinem "großen Detailwissens" über die Zustände in der DDR kurz vor ihrem Niedergang hätte Klonovsky eine "schöne Chronik über Alltag und Zumutungen" in dem maroden Staat schreiben können. Statt dessen habe er seinem "Drang zum Slapstick" freien Lauf gelassen. So erspart der Autor seinem Helden keinen Faux-Pas und keine "obligatorischen Peinlichkeit" bei seinen Anpassungsversuchen an den Kapitalismus. Kein bisschen witzig findet das Ukena. 

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