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zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Robert Conrad, Uwe Neumärker, Cord Woywodt

Wolfsschanze

Hitlers Machtzentrale im II. Weltkrieg

Cover: Wolfsschanze

Ch. Links Verlag, Berlin 1999
ISBN-10 3861531992
ISBN-13 9783861531999
Gebunden, 235 Seiten, 34,77 EUR

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Klappentext

Mit 198 Abbildungen und Karten. Die "Wolfsschanze" zieht einen jährlich wachsenden Touristenstrom nach Ketrzyn in Polen, in das frühere Ostpreußen. Viele Besucher stehen heute fasziniert vor den bemoosten Betonkolossen, den Resten einer Schaltzentrale, in der ein grausamer Vernichtungskrieg geplant wurde. Von hier aus regierte Hitler ab Juni 1941 das Deutsche Reich und die besetzten Gebiete, hier traf er die Entscheidungen im Zweiten Weltkrieg, die Europa an den Rand des Abgrunds führten. In der "Wolfsschanze" hielt Hitler Hof und versuchte, prominente Staatsgäste wie Benito Mussolini für seine Kriegspläne zu gewinnen. Bekannt wurde das Hauptquartier vor allem durch das Attentat des Oberst von Stauffenberg am 20. Juli 1944. Nur wenig später floh Hitler vor der heranrückenden Roten Armee, die Bunkeranlage wurde vom deutschen Militär teilweise gesprengt. Die Autoren dokumentieren die historischen Ereignisse, die mit diesem Ort verknüpft sind, und beschreiben auch den Alltag im "Führerhauptquartier". Die ausgedehnte Anlage wird durch bisher unveröffentlichtes Bild- und Kartenmaterial erstmals umfassend erschlossen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.07.2000

Michael Rutschky ist beeindruckt von dieser Text-Bild-Dokumentation über Hitlers Hauptquartier in Ostpreußen. Das Buch betreibe eine Art "Nazi-Archäologie", die in den Ruinen der Wolfsschanze Hitlers Größenfantasien ausgrabe. Der Rezensent lobt die Aufmachung des Buches, die nicht allzu gefällig sei, "sondern nüchtern und sachlich" und damit einen unzulässigen "romantischen Totenkult" von vorn herein unmöglich mache. Autoren und Fotograf lassen einen "unprächtigen und beklemmenden Ort" vor dem Auge der Leser wiederauferstehen, so Rutschky lobend, der durchgängig mit der Person Hitlers verknüpft bleibe und daraus einen Hauptteil seiner unheimlichen Wirkung gewinne.

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