Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Francesco Petrarca

Familiaria

Bücher der Vertraulichkeiten, Band 1, Buch 1-12

Cover: Familiaria

Walter de Gruyter Verlag, Berlin und New York 2005
ISBN-10 3110182394
ISBN-13 9783110182392
Gebunden, 722 Seiten, 168,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Berthe Widmer. Der italienische Humanist und Dichter Francesco Petrarca (1304-1374) entschloss sich um 1350, seine früheren Briefe und die der kommenden Jahre in einer Sammlung zu vereinen. Die Korrespondenzen gelten verschiedensten Themen, wechseln zwischen Erzählung und Belehrung, Persönlichem und Allgemeinem und richten sich an gelehrte Freunde, Machthaber und andere Zeitgenossen. Sie sind eine Fundgrube zur Geistesgeschichte. Es handelt sich um die erste Gesamtausgabe der berühmten 24 Bücher der Epistolae familiares in deutscher Sprache, aus dem Lateinischen übersetzt von einer ausgewiesenen Petrarca-Kennerin, Berthe Widmer. Der Übersetzung ist ein detaillierter Stellenkommentar zu heute weithin unbekannten Realien beigegeben, z.B. zu erwähnten Personen, Autoren und Orten. Außerdem werden die Briefe durch ein kommentiertes Verzeichnis der Adressaten sowie eine Übersicht über die Briefinhalte erschlossen. Eine ausführliche Einleitung verortet die Briefe im Kontext des Gesamtwerks und der Zeit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.06.2006

Rezensent Thomas Ricklin beginnt mit einer kleinen Belehrung über die sozialgeschichtliche Bedeutung der "Familiaria" als Gründung einer ganz neuen und autonomen Klasse von Intellektuellen. Wäre der Herausgeberin und Übersetzerin Berthe Widmer diese grundlegende Neuerung bewusst gewesen, so der Rezensent mit erhobenem Zeigefinger, hätte sie den Titel nicht als "Vertrauliche Briefe" wiedergegeben. Aber auch mit der Übersetzung selbst zeigt sich Thomas Ricklin gar nicht zufrieden und zitiert einen aus seiner Sicht fehldeutenden, weil konkretisierend eingreifenden Übersetzungsfehler ausgerechnet bei der für Exegeten so heiligen Stelle der Besteigung des Mont Ventoux. Leider, so das Fazit des Rezensenten, enthalte der Band nicht den lateinischen Originaltext, um solche "konzeptuellen" Fehler unmittelbar nachschlagen und beheben zu können.

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