Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Nicholas Strange
Keine Angst vor Methusalem
Warum wir mit dem Altern unserer Bevölkerung gut leben können
Klappentext
"Wir haben zuwenig Kinder und wir werden immer älter. Unsere Zukunft und die unserer Kinder steht auf dem Spiel", sagt Horst Köhler. "Im Krieg der Generationen sind Sie dabei. Tatsächlich ist unsere Lage unhaltbar geworden", sagt Frank Schirrmacher. Nicholas Strange aber fragt: Wird die schrumpfende Zahl von Arbeitsfähigen wirklich unvermeidlich von der dramatisch steigenden Masse alter Leute erdrückt? Zwar ist an der demografischen Entwicklung kein Zweifel möglich. Die Folgen aber stellen dank der vorhandenen Produktivitäts- und Arbeitskraftreserven unserer Wirtschaft kein unvermeidliches Problem dar. Denn bei fünf Millionen Arbeitslosen, durchschnittlich zweiprozentigem Produktivitätsfortschritt pro Jahr und vergleichsweise extrem langen Ausbildungszeiten sind diese Reservenin Deutschland sehr groß. Seine detaillierte Analyse lässt den Autor zu dem Schluss kommen: Im schlimmsten Falle werden wir in 50 Jahren nur doppelt, nicht dreimal so großen Wohlstand genießen können wie heute.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 27.05.2006
Rezensentin Hilal Sezgin fühlte sich durch dieses Buch ein wenig erlöst von der derzeit grassierenden Methusalem-Angst. Zwar tritt Autor Nicholas Strange ihren Informationen zufolge zunächst mit sehr vielen Zahlen und Statistiken auf den Plan, weshalb aus seinem Buch seitenweise die Balken und Vergleichswerte zum Thema dem Leser entgegenwüchsen. Doch dann sieht sie Strange seine Sache mit rhetorischem Eifer so glühend verfechten, dass für sie zum Lesevergnügen auch eher beruhigende Zukunftsaussichten hinzukommen - Rezepte, wie der gegenwärtig medial beschworenen Krise beizukommen ist, inklusive. Die Rezensentin kann Strange vor allem mit dem schlüssig vorgetragenen Argument überzeugen, dass Verteilungsgerechtigkeit in einer Gesellschaft weniger mit Biologie als mit guter Politik zusammenhängt. Hier nimmt die Rezensentin besonders für den Autor ein, dass er sich bei seinen politischen Rezepten im Wesentlichen für die "gute linke Sache" stark macht und dabei "wohltuend emanzipiertes" Denken zeigt. Kleinere Schwächen, wie gelegentlich etwas überbordende Formulierungskünste und Vereinfachungen, kann sie daher leicht verzeihen.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








