Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Nicholas Strange

Keine Angst vor Methusalem

Warum wir mit dem Altern unserer Bevölkerung gut leben können

Cover: Keine Angst vor Methusalem

zu Klampen Verlag, Springe 2006
ISBN-10 393492090X
ISBN-13 9783934920903
Gebunden, 138 Seiten, 16,80 EUR

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Klappentext

"Wir haben zuwenig Kinder und wir werden immer älter. Unsere Zukunft und die unserer Kinder steht auf dem Spiel", sagt Horst Köhler. "Im Krieg der Generationen sind Sie dabei. Tatsächlich ist unsere Lage unhaltbar geworden", sagt Frank Schirrmacher. Nicholas Strange aber fragt: Wird die schrumpfende Zahl von Arbeitsfähigen wirklich unvermeidlich von der dramatisch steigenden Masse alter Leute erdrückt? Zwar ist an der demografischen Entwicklung kein Zweifel möglich. Die Folgen aber stellen dank der vorhandenen Produktivitäts- und Arbeitskraftreserven unserer Wirtschaft kein unvermeidliches Problem dar. Denn bei fünf Millionen Arbeitslosen, durchschnittlich zweiprozentigem Produktivitätsfortschritt pro Jahr und vergleichsweise extrem langen Ausbildungszeiten sind diese Reservenin Deutschland sehr groß. Seine detaillierte Analyse lässt den Autor zu dem Schluss kommen: Im schlimmsten Falle werden wir in 50 Jahren nur doppelt, nicht dreimal so großen Wohlstand genießen können wie heute.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 27.05.2006

Rezensentin Hilal Sezgin fühlte sich durch dieses Buch ein wenig erlöst von der derzeit grassierenden Methusalem-Angst. Zwar tritt Autor Nicholas Strange ihren Informationen zufolge zunächst mit sehr vielen Zahlen und Statistiken auf den Plan, weshalb aus seinem Buch seitenweise die Balken und Vergleichswerte zum Thema dem Leser entgegenwüchsen. Doch dann sieht sie Strange seine Sache mit rhetorischem Eifer so glühend verfechten, dass für sie zum Lesevergnügen auch eher beruhigende Zukunftsaussichten hinzukommen - Rezepte, wie der gegenwärtig medial beschworenen Krise beizukommen ist, inklusive. Die Rezensentin kann Strange vor allem mit dem schlüssig vorgetragenen Argument überzeugen, dass Verteilungsgerechtigkeit in einer Gesellschaft weniger mit Biologie als mit guter Politik zusammenhängt. Hier nimmt die Rezensentin besonders für den Autor ein, dass er sich bei seinen politischen Rezepten im Wesentlichen für die "gute linke Sache" stark macht und dabei "wohltuend emanzipiertes" Denken zeigt. Kleinere Schwächen, wie gelegentlich etwas überbordende Formulierungskünste und Vereinfachungen, kann sie daher leicht verzeihen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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