Florian Langenscheidt kennt unzählige Gründe, Deutschland zu lieben. 250 von ihnen stellt er in diesem Kompendium vor. Ob einzelne Persönlichkeiten oder typisch deutsche Eigenschaften, ob Traditionen oder große Veranstaltungen, ob Landschaften oder Gebäude - Deutschland wird in seiner ganzen Vielfalt und Schönheit, Größe und Tiefe präsentiert. Die Auswahl der "Gründe, Deutschland heute zu lieben" wurde von einer sehr prominent besetzten Jury vorgenommen. Die Mitglieder sind: Franz Beckenbauer, Sabine Christiansen, Eric Bettermann, Graf von Faber-Castell, Petra Gerster, Cosma Shiva Hagen, Wolfgang Ischinger, Giovanni di Lorenzo, Helmut Markwort, Jean-Remy von Matt, Heinrich von Pierer, Friede Springer, Ulrich Wickert, Anne Will, Jochen Zeitz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2006
Mit Sarkasmus und ungläubigem Staunen berichtet Andreas Platthaus von der Lektüre dieses von Florian Langenscheidt herausgegebenen Bandes "Das Beste an Deutschland". Allein über 70 Markennamen hat der Rezensent unter den 250 Stichworten, die zu mehr Heimatliebe animieren sollen, gefunden, und neben Selbstbelobigungen derartig viele gegenseitige Lobhudeleien der Auswahljury gefunden, dass Platthaus lediglich einen Eintrag unter dem Stichwort "Vetternwirtschaft" vermisst. Unter dem Eintrag "Tageszeitung" ist auch die FAZ zu finden, gesteht Platthaus, der aber eine bewusste Schleichwerbung hier glaubt ausschließen zu können. Es müsse wahrlich schlecht um Deutschland stehen, wenn ein solches im Grunde reine Werbung darstellendes Buch nötig wird, so der Rezensent kopfschüttelnd, wobei er durchaus die Cleverness zu würdigen weiß, ein Reklame-Buch herauszugeben, für das die Leser auch noch Geld bezahlen. Das Allerschlimmste aber sei die anglizismen- und marketingverseuchte Sprache.
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