Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Das letzte und erfolgreichste der von Hugo Ball selbst veröffentlichten Bücher war die Monografie "Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk", die im Juni 1927, vier Monate vor seinem Tod, im S. Fischer Verlag erschien. Samuel Fischer lobte das Buch als die "beste biografische Arbeit, die ich in meinem Verlag habe" und die zeitgenössische Literaturkritik teilte fast einstimmig diese Meinung des Verlegers. Ball war es geglückt, mit seinem Lebensbild Hesses eine erste Basis für die zahlreichen künftigen Biografien über den Dichter zu erstellen. Seine Darstellung besticht auch durch das Intuitive, sein Gespür für ihm noch unbekannte Sachverhalte, die erst Jahrzehnte später in ihrer ganzen Komplexität sichtbar geworden sind. Der Einfluss von Hugo Balls kongenialer Biografie auf das Bild, das wir auch heute noch von Hermann Hesse haben, ist ungebrochen. Manche der Ball'schen Charakterisierungen sind zu Prototypen der späteren Hesse-Forschung geworden.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.08.2006
Hannelore Schlaffer sieht in der wieder abgedruckten Hesse-Biografie Hugo Balls ein frühes Beispiel psychologisierenden Werkverständnisses. Über die Fragwürdigkeit dieses Ansatzes lässt sie uns nicht im Zweifel. Zwar anerkennt sie die besondere Eignung Balls, als Hesses "wichtigstem Gesprächspartner" zur Entstehungszeit dieser Biografie, über dessen Leben und Werk zu schreiben, der dabei herausgekommenen "panegyrischen Hymne" jedoch und der Verwurstung der Krankengeschichte steht sie skeptisch gegenüber. Lieber hält sich Schlaffer an die im Band enthaltenen zeitgenössischen Rezensionen, namentlich die Tucholskys, der nicht nur Hesses werkorientierte Lebensplanung erkennt, sondern auch die Überhöhung eines Werkes, das sich nach Balls Lesart durch Leiden konstituiert.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.05.2006
Rezensent Eberhard Rathgeb gibt nur wenige Hinweise, wie man sich Hugo Balls Biografie vorzustellen habe. Keine Privatenthüllungen, dafür aber "noble Strenge, Respekt, Zurückhaltung und Unerbittlichkeit" in schmalem Format. Klarer wird das Bild, wenn der Rezensent erzählt, wie Hugo Balls "Hesse" entstanden ist. Beide seien Nachbarn und Freunde im Tessin gewesen, und als der Verleger Samuel Fischer zum fünfzigsten Geburtstag Hermann Hesses 1927 eine Biografie plante, habe dieser seinen stets in Geldnöten steckenden Freund Hugo Ball als Autor vorgeschlagen. Nur wenige Monate nach Hesses Geburtstag sei Hugo Ball mit 41 Jahren an Krebs gestorben. In einem Brief an Hermann Hesse habe sich Samuel Fischer hochzufrieden über die Biografie und Balls "starke Persönlichkeit" geäußert. Der Rezensent hebt schließlich noch die "schöne" Aufmachung der Neuauflage innerhalb der Sämtlichen Werke hervor und auch das "informative" Nachwort von Volker Michels.
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Uangenehm plausibel
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