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zuletzt aktualisiert 13.03.2010, 14.25 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bertina Henrichs

Die Schachspielerin

Roman

Cover: Die Schachspielerin

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2006
ISBN-10 345503165X
ISBN-13 9783455031652
Gebunden, 144 Seiten, 15,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Claudia Steinitz. Im Leben von Eleni ist eigentlich alles in bester Ordnung: Sie führt eine glückliche Ehe mit Panos, dem Besitzer der Autowerkstatt, hat zwei wohl geratene Kinder und liebt ihren Beruf als Zimmermädchen im Hotel Dionysos auf Naxos. Doch dann stößt Eleni eines Morgens bei ihrer Arbeit aus Versehen die Figur einer unbeendeten Schachpartie um. Wohin gehört die kleine Holzfigur? Eleni versteht nichts vom Schach und stellt den Springer verlegen neben das Brett. In den Tagen darauf wird sie den Gedanken an das geheimnisvolle Spiel nicht mehr los, hinter dem sich für sie eine neue, ungeheuer aufregende Welt verbirgt. Aber gehört es sich für ein einfaches Zimmermädchen, das vielleicht älteste und komplizierteste Spiel der Welt zu lernen?

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.2006

Die "Profilstudie eines Frauenlebens" erblickt Joseph Hanimann in Bertina Henrichs Debütroman über das Hotelzimmermädchen Eleni, die das Schachspielen für sich entdeckt und darüber beginnt, sich aus ihrer festgelegten Rolle zu befreien. Besonders gefallen hat ihm die "reizvolle Personenzeichnung" der Hauptfigur, durch die der Roman auf ihn noch mehr wirkt als durch die "Weltmetaphorik des Schachspiels". Zu den Stärken des Romans zählt er Henrichs Schilderung, wie auf eine "sanfte Art" allmählich "tiefere Züge" dieser Figur hervortreten. "Hier emanzipiert sich eine Frau nicht gegen ihre bisherige Lebenswelt", unterstreicht er, "sondern aus ihr heraus." Lobend äußert er sich auch über die sprachlichen Fertigkeiten der Autorin. Er lobt Henrichs' detailreiche Personenzeichnung und Kunst der Andeutung.

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