Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Manfred Bierwisch, Uwe Johnson
Das Nibelungenlied
In Prosa übertragen von Uwe Johnson und Manfred Bierwisch
Klappentext
Das Nibelungenlied ist das bekannteste deutsche Heldenepos - der deutscheste aller deutschen Stoffe. Jedes Kind kennt Siegfrieds Tarnkappe und seine Haut aus Drachenblut, das Schwert Balmung, den Schatz der Nibelungen. Die hochdeutsche Fassung von Uwe Johnson und Manfred Bierwisch zeichnet sich durch eine enge Orientierung am Originaltext und durch sehr gute Lesbarkeit aus und ist damit sowohl für den "Hausgebrauch" als auch für Schule oder Universität geeignet.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.06.2006
Einfach "sensationell" sei diese Übersetzung des Nibelungenliedes aus dem Mittelhochdeutschen durch einen großen Dichter wie Uwe Johnson, meint Rezensent Peter Wapnewski. Aus zweierlei Gründen ist sie unvergleichlich und unvergleichbar mit anderen Übertragungen des Nibelungenliedes in modernes Deutsch. Zum einen sei es eine Prosaübersetzung ohne Strophenform, zum anderen bewege sie sich in freischwebender Distanz zum Original. Johnson und Bierwisch haben aus Sicht des Rezensenten ein "Kunst-Stück sui generis" geschaffen, das sich nicht neben, sondern vielmehr im gleichberechtigten Wechselspiel mit dem Original behauptet. Uwe Johnsons nun zum ersten Mal unter seinem Namen veröffentlichtes Nachwort gebe zudem den Stand der damaligen Forschung rechtschaffen wieder, im Stile eines "tüchtigen Oberseminarmitglieds".
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.05.2006
In seiner Kurzkritik zeigt sich Christian Thomas erfreut, dass die in den 1950er Jahren in Leipzig entstandene Übertragung des Nibelungenliedes durch Uwe Johnson und Manfred Bierwisch jetzt wieder greifbar ist. Er findet, die Übersetzung unternimmt "Kühnes", nicht zuletzt weil sie "sehr frei" ist und auch keine Scheu vor "Auslassungen" zeigt. Vor allem aber sei diese Übertragung keine neuerliche Interpretation des Nibelungenliedes als "revanchistisches Kultbuch" mit einem vorgeblichen "urdeutschen Tugendkatalog", sondern stelle in seiner auf "Feindseligkeit" als Schlüsselbegriff rekurrierenden Übersetzung "feudale Lebensbilder" dar, so der Rezensent hochzufrieden.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







