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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Richard Yates

Zeiten des Aufruhrs

Roman

Cover: Zeiten des Aufruhrs

Manesse Verlag, Zürich 2006
ISBN-10 3717520865
ISBN-13 9783717520863
Gebunden, 570 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Hans Wolf. Mit einem Nachwort von Eva Menasse. Hinter der pastellfarbenen Fassade der amerikanischen Vorstadthäuser an der "Revolutionary Road" (so der ironische Originaltitel des Romans) lebt das junge Ehepaar Wheeler genau das Leben, das es niemals gewollt hat: Zwei ungeplante Kinder scheinen den Lebensentwürfen der beiden ebenso im Wege zu stehen wie die Beengtheit der Suburbia, die einfältigen Nachbarn oder Franks sinnentleerte Tätigkeit in einem Großraumbüro. April, eine mäßig begabte Schauspielerin, träumt von einem Dasein fernab der Gewöhnlichkeit - von einem Künstlerleben in Paris. Das Paar gibt sich völlig wirklichkeitsfremden Illusionen über die eigenen Möglichkeiten hin und rutscht dabei, ohne es zu merken, tiefer und tiefer in die Spießbürgerlichkeit ab. In ihrem doppelten Egoismus entfremden sich die beiden immer weiter voneinander, ihre Wunschphantasien erweisen sich als Farce.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.04.2006

Als "Klassiker der amerikanischen Moderne" würdigt Rezensent Gustav Seibt den amerikanischen Schriftsteller Richard Yates (1926-1992), dessen berühmtester Roman "Zeiten des Aufruhrs" nun in einer "vorzüglichen" deutschen Übersetzung vorliegt. Dass sich Yates trotz der positiven kritischen Resonanz und der Hochachtung durch Kollegen wie Richard Ford oder Joyce Carol Oates nie wirklich durchsetzten konnte, schreibt Seibt auch der bedrückenden Trostlosigkeit seiner Geschichten zu. Auch dem vorliegenden Roman über das Scheitern eines Ausbruchs aus spießiger Umgebung attestiert er eine "erdrückende Unvermeidlichkeit". Doch Seibt findet diesen Roman nicht nur "trostlos", sondern ebenso "bewegend schön". Der Rezensent hebt die "Gegenständlichkeit" von Yates? Erzählen hervor, die er nicht mit einer realistischer Erzählhaltung verwechselt wissen will. Er umschreibt diese Erzählhaltung als "das Homerische unter modernen Bedingungen", nimmt Gustave Flaubert als Beispiel und schwärmt von der "gläsernen, farbigen, sinnlichen Deutlichkeit dieser Kunst", die vieldeutig schillernd und mehrschichtig daherkommt.

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