Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Hans-Hermann Hoppe
Sozialismus oder Kapitalismus
Gestaltung und Entwicklung der menschlichen Gesellschaft
Klappentext
Das Buch schrieb Hoppe 1986 in englischer Sprache, nachdem er in die USA übergesiedelt war und dort eng mit Murray Rothbard zusammenarbeitete. Nicht einmal der Autor selbst rechnete noch damit, dieses Grundlagenwerk einmal in seiner Muttersprache veröffentlicht zu sehen. Hoppes Thesen über das Wesen des Sozialismus sind aktueller denn je - insbesondere die tiefgründigen ökonomischen Analysen des sozialdemokratischen und des konservativen Sozialismus, die Hoppe grundsätzlich unterscheidet, um sie anschließend als etwa gleich schädlich zu bewerten. Hoppe sieht hier also nicht wie jüngst die Konservativen als Bündnispartner der Liberalen und Libertären, sondern als schwarze Sozialisten, die unfreiwillige Ungleichheiten festschreiben wollen, während sozialdemokratische Sozialisten freiwillige Ungleichheiten beseitigen wollen. Der ökonomische Effekt sei überall der gleiche - Wohlstandsverlust. Hoppe sieht hier auch Monarchien noch weitaus kritischer als zuletzt und er bemängelt ausdrücklich die von Konservativen künstlich und per Gesetz durchgeführte Einschränkung der bunten Vielfalt der Lebensstile. So verteidigt er auch die Vertragsfreiheit im Bereich von Prostitution, Glücksspiel und Drogenkonsum.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.04.2006
Durchaus "erfrischend" findet Gerd Habermann dieses nun in deutscher Übersetzung vorliegende Werk des amerikanischen Ökonomen und "Anarchokapitalisten" Hans-Hermann Hoppe - obschon er die radikalkapitalistischen Anschauungen des Autors mit gebotener Vorsicht betrachtet. Habermann schildert einige grundlegende Überzeugungen Hoppes. Dieser halte Eigentum für eine Urkategorie, Freiheit und Wohlstand für daraus abgeleitete Werte, und den Staat für institutionalisierte Aggression gegen Eigentum und persönliche Freiheit. Sozialismus, aber auch ein die Preise, Konditionen oder Verhaltensweisen regulierender Konservatismus verfälschten nur die natürliche, freie Ordnung und verminderten den Wohlstand. Ausdrücklich distanziert sich Habermann von Hoppes Annahme eines natürlichen Widerstandsrechts unmündiger Kinder, die ihre Eltern verlassen und nicht zurückgeführt werden dürften, wenn sie dies ablehnten. Skeptisch stimmen ihn zudem Hoppes Ansichten über konkurrierende private Sicherheitsfirmen.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








