Konrad Paul Liessmann (Hg.)

Der Wert des Menschen

An den Grenzen des Humanen
Cover: Der Wert des Menschen
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2006
ISBN 9783552053748
Broschiert, 298 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Humankapital! Kostenfaktor! Belastung für das Sozialbudget! Wo beginnt und wo endet die Würde des Menschen? Wer das fragt, stellt fest, dass es keine scharfen Grenzen dafür gibt, was "das Menschliche" ist. Die Evolutionsbiologie erforscht die genetische Nähe des Menschen zu verwandten Tierarten, die Medizin stößt in Unschärfen vor, wo und wie lange ein Organismus als Mensch mit menschlichen Rechten gelten kann. Und doch sind es diese Grenzen, an denen das Humane am klarsten zu diskutieren ist: Embryonenforschung und Euthanasie zeigen am Anfang und am Ende des Lebens, wie unterschiedlich die Würde des Menschen bewertet werden kann. Philosophen und Wissenschaftler aller Richtungen diskutieren die fundamentale Frage, worin der Wert des Menschen gründet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.04.2006

Wenig überrascht haben Rezensent Michael Pawlik die Antworten, die vorliegender Band auf die Frage nach dem "Wert des Menschen" gibt. Mit den Autoren und ihren Positionen ist er schließlich bestens bekannt. So berichtet er, dass Norbert Hoerster und Reinhard Merkel erwartungsgemäß ihre These von der Anknüpfung des Rechts auf Leben an ein faktisches Lebensinteresse bekräftigen, Robert Spaemann und Eberhard Schockenhoff dagegen ein Lebensrecht des Embryos vom Beginn seiner biologischen Existenz an verteidigten. Ein neues Argument hat Pawlik in der Diskussion aber dann doch noch entdeckt. Danach begründen Spaemann und Schockenhoff ihre Kritik an der Gegenauffassung nicht mehr primär ontologisch, sondern normativ. Spaemann werfe die Frage auf, welche Konsequenzen es hätte, würden wir als Mitglieder der menschlichen Rechtsgemeinschaft nur unter der Voraussetzung anerkannt, dass wir bestimmte tatsächliche Eigenschaften aufwiesen.

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