Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Nadja Einzmann
Dies und das und das
Klappentext
Zwei Jahre lang hat Nadja Einzmann die unterschiedlichsten Menschen nach ihrer Kindheit befragt. Aus diesen Gesprächen sind Porträts geworden, die uns nicht nur etwas vom Leben um uns herum verraten, sondern auch von unserem eigenen und vom Leben selbst. Nadja Einzmann erzählt nicht einfach aus dem Leben ihrer Gesprächspartner, sie lässt es diese selbst tun. Sie erzählen vom täglichen Aufbegehren und Fügen, vom Träumen und Scheitern, vor allem aber von den versteckten und übersehenen Winkeln des Alltags, in denen sich "dies und das und das"findet. Sie erzählen vom Wunsch nach dem eigenen, ganz normalen Leben, wie es außergewöhnlicher nicht sein könnte.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.08.2006
Laura Weissmüller hat eine angenehme Erfahrung gemacht. Nadja Einzmanns Buch mit seinen 31 Menschenporträts auf engstem Raum lässt sie in mehrfacher Hinsicht staunen. Einmal ist es die Knappheit, mit der sich offenbar ein, wenn auch ganz gewöhnliches, Leben hinreichend darstellen lässt. Zum anderen ist es die Verwendung der Sprache in diesem Buch eben zu diesem Zweck. Sie "färbt sich ein" je nach dem Charakter, den die Autorin beschreibt, und wechselt mit ihm nach ein paar Seiten, wie ein "Tischnachbar". Und dann ist die Rezensentin schon wieder überrascht: Wie die schon angenommene traurige Absehbarkeit und Verwechselbarkeit der Lebensgeschichten auf einmal doch einem jeweils eigenen Ton weichen. Da beginnt Weissmüller auch zwischen den Zeilen zu lesen. Mit Gewinn.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2006
Autorin Nadja Einzmann hat nicht geschrieben was Rezensentin Andrea Neuhaus gerne gelesen hätte, nämlich mutig gestaltete und gedeutete Figuren. Statt dessen, so die Rezensentin, deute die Autorin in ihren kurzen Personenporträts zur Bedeutung der Kindheit alles nur an, wie die Tupfer bei einem impressionistischen Gemälde. So gelinge Einzmann hier und da eine "erstaunliche poetische Dichte", aber da es ihr mehr um den Ton und die Form ihrer Prosa gehe als um die Figuren und den Stoff, sei die mitunter wunderbare "poetische Patina" von Erstarrung und Monotonie bedroht. Die Unterschiede würden durch den gleich bleibenden Ton"eingeebnet" und damit auch die Individualität der auf Interviews beruhenden Porträts. Immerhin hat Einzmanns Kunst der kleinen Form bei der Rezensentin eine "Sehnsucht nach Größerem" zu wecken vermocht und so lautet ihre Empfehlung an die Autorin: "mehr Übermut, mehr Forschheit und weniger Bescheidenheit".
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







