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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Türkischen von Cornelius Bischoff, Ingrid Iren, Gerhard Meier, Christoph K. Neumann und Wolfgang Riemann. Der vorliegende Band veranschaulicht die Vielzahl von Themen, über die Orhan Pamuk schreibt: Politik, Literatur und immer wieder Istanbul, die Stadt, die auch in den meisten seiner Romane präsent ist. Der autobiografische Bezug, der sich in seinen Romanen nur erahnen lässt, wird hier in den bewegenden Texten sichtbar, die seiner Kindheit gelten und der Erinnerung an seine Eltern.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.10.2006
Mit großem Gewinn hat Rezensent Rolf-Bernhard Essig die 31 Texte dieses Bandes gelesen. Er zeigt sich sowohl von Blick und Unabhängigkeit dieses Autors beeindruckt, wie auch von der Art, wie in diesen Betrachtungen Kunst und Kritik, Leben und Literatur miteinander verschmelzen. Der Rezensent fühlt sich durch die Türkei-Texte des Bandes sehr nachhaltig in türkische Mentalitäten eingeführt. Die "verehrungsvoll-kenntnisreichen" Essays Pamuks über europäische Schriftstellerkollegen beschämen den "abgeklärten" Rezensenten gelegentlich mit einem "emphatischen Literaturbegriff". Aber auch Texte wie die Friedenspreisrede oder ein "Zwischenruf zum 11. September", die für einen speziellen Anlass geschrieben sind, zeichnen sich für ihn durch eine Eindringlichkeit aus, die sie aus seiner Sicht vor einem schnellen Überschreiten des Verfallsdatums nachhaltig schützt.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.06.2006
Orhan Pamuk stellt in diesem Band Betrachtung über die prekäre seismografische Lage seines Wohnorts bei Istanbul und über die Stellung der Stadt zwischen kulturellen und politischen Widersprüchen an, letztlich aber handeln seine Texte vor allem von der Literatur, wie Christoph Bartmann informiert. Dass man dennoch die spannungsreiche Gegenwart in ihnen so deutlich wahrnimmt, gehört offensichtlich zu den Qualitäten, die der Rezensent besonders an dem türkischen Autor schätzt. Viele der Texte, die von Architektur, Politik, Kunst und anderem handeln und denen noch die Erzählung "Aus dem Fenster schauen" beigegeben ist, habe man bereits anderswo lesen können, so Bartmann, der aber betont, dass er auch die bekannten Texte "gern" wieder gelesen hat.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.04.2006
In seinen Essays gelinge Orhan Pamuk eine ähnliche Verbindung von nordisch kühler Beobachtung mit südländischer Anteilnahme wie in seinen Romanen, heißt es bei Rezensentin Monika Carbe zugleich anerkennend und bewundernd. Die dreißig nach den Themen Leben, Politik, Literatur und Künste geordneten Texte betrachtet die Rezensentin als ein überaus reiches "Puzzlespiel", aus dem jeder Leser unendlich viel erfahren könne. Pamuk versuche stets, ohne voreilige Schlüsse zu schreiben, beispielsweise vom vermeintlichen "Minderwertigkeitskomplex" des Orients und der korrespondierenden "Arroganz" des Abendlandes. "Ironie", so die Rezensentin, sei hier Pamuks Stilmittel und "politische Waffe" zugleich, was aber gelegentlich auch in Zynismus umschlagen kann wie im Falle des 11. September. Als "Überraschung" enthalte der Band am Ende auch eine Kurzgeschichte, die aus der Perspektive des sechsjährigen Ali erzähle, wie der Vater im Jahr 1958 die Familie in Istanbul verlässt und nach Paris fliegt. Im Blick des kleinen Ali macht die Rezensentin schon den "melancholischen Chronisten" Pamuk aus.
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