Mit Beiträgen von Christoph Brumann, Coris Fischer, Rüdiger Frank, Manja Jonas, Werner Pascha, Bernhard Seliger, Cornelia Stolz, Matthias Schramm und Markus Taube. Der empirische Hintergrund der gängigen Wirtschaftstheorien ist in der Regel der Westen, Amerika und Europa. Das gilt auch für die Institutionenökonomik. Kann dieser noch relativ junge, aber zunehmend bedeutsame Wirtschaftszweig seine Nützlichkeit auch in anderen kulturellen Zusammenhängen belegen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.04.2006
Informativ erscheint Erich Weede dieser von Werner Pascha und Cornelia Storz herausgegebene Band über "Wirkung und Wandel von Institutionen" am Beispiel Ostasiens. Die Beiträge behandeln nach Auskunft Weedes ein breites Spektrum an Themen: von der Analyse der Rechtsstaatlichkeit über technologischen Wandel allgemein und speziell für die Telekommunikation, die Auslandsinvestitionen in Korea, den Umweltschutz in Japan oder die Medien in China bis hin zum Stadtbild Kyotos. Dabei unterschlägt Weede nicht, dass der theoretische Anspruch der Beiträge beträchtlich variiert - von recht hoch bis eher bescheiden. Neben Manja Jonas' Darlegung, warum ein technologischer Wandel, der die Produktionskosten senkt, in China so viel leichter als organisatorische Umstrukturierung durchsetzbar ist, lobt er vor allem Schramms und Taubes Analyse der schrittweisen Überführung kollektiver Eigentumsrechte in China in individuelle Eigentumsrechte. Bedauerlich findet er, dass das außerordentliche Wachstum in China (seit 1979), Japan (vor 1990) und Korea "immer nur gestreift" und nie systematisch analysiert wird.
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