Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Deutschland steckt im Patt der Lager - und findet sich daher unter einer Regierung der Großen Koalition wieder. Die Unschärfe des Neuen im Wechsel irritiert, ängstigt und lähmt die Deutschen, auch ihre politische Führungsschicht. Hierin - und nicht so sehr in den ökonomischen Schwächen - liegen die Wurzeln der viel beklagten German Disease. Kürzlich spendete der "Economist" reichlich Lob für die Erneuerung der deutschen Wirtschaft. Mehrere internationale Expertenkommissionen haben in den letzten Monaten Deutschland gar zum Musterknaben der ökonomischen Reform deklariert. Doch ist die Stimmung zwischen München und Kiel weiterhin düster. Pessimismus und Depression charakterisieren die kollektive Gemütsverfassung der Nation. Die Wahlbürger hadern mit Parteien und Regierung. Doch zugleich verbirgt sich hinter der Übellaunigkeit keine Alternative. Die Verdrossenheit tritt ziellos auf. Von dieser Ziellosigkeit der Patt-Republik handeln die Essays in diesem Buch. Der Autor diagnostiziert einen schleichenden Wandel der Werte. Er beobachtet die mentalen Veränderungen in den klassischen sozialkulturellen Milieus der alten Bundesrepublik. Er konstatiert einen Gezeitenwechsel in Gesellschaft und Politik.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2006
Einen zwiespältigen Eindruck hat dieser Band des Parteienforschers Franz Walter bei Arnulf Baring hinterlassen. "Außerordentlich anregend" erscheinen ihm die versammelten Aufsätze, in denen Walter die Auflösung der politischen Lager, die Verflüssigung der Grenzen zwischen den Parteien, den Niedergang der Christdemokratie ebenso wie den der Sozialdemokraten, die Wandlungen der Grünen oder die Veränderungen aller gesellschaftlichen Milieus "anschaulich" beschreibe. Einerseits. Andererseits bescheinigt Baring dem Autor eine "große Ratlosigkeit" angesichts der Probleme Deutschlands. Zudem hält er ihm vor, nicht wahrhaben zu wollen, dass Deutschland seit langem über seine Verhältnisse lebt. Er äußert schließlich die Vermutung, der Autor sei ein "Verfechter des gesellschaftlichen Status quo".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.03.2006
Ein wenig unbefriedigt hat Franz Walter den Rezensenten Dieter Rulff mit diesem Buch zurückgelassen, das Aufsätze versammelt, die der Göttinger Politikwissenschaftler in den vergangenen drei Jahren für verschiedene Medien verfasst hat. Als Grundton zieht sich d21urch alle Texte die Einsicht, dass Deutschlands Krise nicht in erster Linie eine ökonomische, sondern eine mentale sei. Im Land herrsche eine "schizophrene Ambivalenz". Zwar sei die Gesellschaft mit dem Status quo unzufrieden, verurteilt aber jedes Reformvorhaben mit ihrer "depressiven Übellaunigkeit" zum Scheitern. Ausdruck des "nichtswollenden Wählerwillens" sei die Große Koalition, umreißt Rulff die Thesen des Buchs. Doch so anregend Walter schreibe und so vorsichtig er urteile, so unklar findet Rulff auch die Konsequenzen, die Walters Analysen folgen könnten.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








