Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hilal Sezgin

Typisch Türkin?

Porträt einer neuen Generation

Cover: Typisch Türkin?

Herder Verlag, Freiburg i. Br. 2006
ISBN-10 3451288753
ISBN-13 9783451288753
Kartoniert, 192 Seiten, 12,90 EUR

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Klappentext

Unterdrückte Töchter, gedemütigte Schwestern, verkaufte Bräute - ist das der Alltag von Türkinnen in Deutschland? Hilal Sezgin ist durch die Republik gereist und zeigt: Auch die wirkliche Wirklichkeit kann uns in ihren Bann ziehen. Und mehr als das! Von selbstbewussten Frauen wird erzählt, die ihren Weg verfolgen. Von Deutsch-Türkinnen jenseits familiärer Fremdbestimmung. Ob als Frauenärztin oder Popmusikerin, ob als Rechtsanwältin oder Hausfrau, ob mit Kopftuch oder ohne: "Typisch Türkin" gibt's nicht mehr. Das bunte Panorama einer Generation entsteht, die den Spagat wagt zwischen Integration und Tradition - mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.04.2006

Cathrin Kahlweit bespricht vier Bücher, die sich mit den spezifischen Problemen der Kinder türkischer Migranten in Deutschland befassen. Hilal Sezgin will den Negativschlagzeilen der letzten Zeit "Highlights" entgegensetzen, indem sie Frauen vorstellt, die erfolgreiche Lebensläufe aufzuweisen haben. In ihrer kurzen Besprechung des Buches, in dem die Autorin 19 Türkinnen über ihre Lebensentwürfe, ihre berufliche Karriere, Familie und "unerfüllten Träume" interviewt, stellt die Rezensentin fest, dass "positive Entwicklungen" in ihrer Häufung sich leider etwas "fade" lesen, zumal schon die Aufzählung der Themen signalisiert, dass das Buch insgesamt etwas "vage" ist. Nur am Schluss wird es für die Rezensentin "dann doch sehr spannend", weil Sezgin das "Phänomen der türkischen Parallelgesellschaft" anspricht und die Auffassung ihrer Gesprächspartnerinnen wiedergibt, die sich der Integration verweigernden türkischen Migranten hielten an einem völlig "überlebten Türkisch-Sein" fest, das in der Türkei selbst fast gar nicht mehr existiert.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 16.03.2006

Mit ihren Gesprächen mit 19 türkischstämmigen Frauen im Alter von 25 bis 45 Jahren füllt Hilal Sezgin eine Lücke in der Literatur zum Thema Migration, lobt Daniel Bax, und zwar die Lücke zwischen "biografischer Bekenntnisliteratur" und sozialwissenschaftlichen Studien. Sezgin sei ihre Gespräche zwar wie eine Soziologin angegangen, erfülle aber "keinen Anspruch auf Repräsentativität", wie Bax mit einem Seitenhieb auf qualitative Soziologinnen wie Necla Kelek vermerkt. Dass sich die Autorin demzufolge "leichtfertigen Verallgemeinerungen" enthält, fällt dem Rezensenten angenehm auf, der es sich aber dann doch nicht nehmen lässt, einige Gemeinsamkeiten zu skizzieren, die ihm bei den Interviewten aufgefallen sind. Insgesamt falle auf, dass sich unter Deutschlands türkischen Migranten eine "heimliche Kulturrevolution" in Richtung westlicher Lebensweisen ereignet hat. Sezgin stelle die Migration zumindest für türkische Frauen als "Erfolgsgeschichte" dar, ein Aspekt, der laut Bax in der aktuellen Diskussion immer noch "viel zu kurz kommt".

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Archiv: Bücherschauen

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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