Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Aus dem Italienischen von Petra Kaiser, Martina Kempter und Sigrid Vagt. Antonio Forcellino erzählt das bewegte Leben des großen Malers und Bildhauers, Architekten und Dichters Michelangelo (1475-1564). Er schildert die persönlichen und politischen Konflikte, die komplizierten Leidenschaften und religiösen Überzeugungen des Genies. Das lange und konfliktreiche Leben Michelangelos ist im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erzählt worden. Doch seit langem fehlte eine umfassende und fundierte Biografie Michelangelos, die auf allen verfügbaren Quellen beruht und einen neuen Zugang zum Werk des "wirkmächtigsten Künstlers der Menschheit" (Gustav Seibt) bietet.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.05.2011
Kia Vahland weiß, dass über Michelangelo bereits mehr Bücher veröffentlicht wurden, als ein Mensch in seinem Leben lesen kann. Neuerscheinungen haben es also schwer sich überhaupt zu rechtfertigen, und so attestiert sie Volker Reinhardt und Antonio Forcelino erst einmal Mut, überhaupt Biografien vorzulegen. Forcelino, der an der Restaurierung des Papst-Julius-Grabs mitgewirkt hat, erklärt in seinem (bereits vor fünf Jahren erschienen) Buch das Renaissance-Genie aus seinen Glaubenszweifeln heraus, sieht ihn mit innerkatholischen Reformbewegungen verbunden und einer "frommen Ernsthaftigkeit" verpflichtet. Auch wenn Vahland dem Autor bescheinigt, kenntnisreich Michelangelos Arbeitsprozesse zu beschreiben, moniert sie doch "Mutmaßungen und Ungenauigkeiten" und empfiehlt letztendlich doch wieder Leo Steinbergs und Alexander Nagels Analysen oder die "dicken Bänden der Sixtina-Restauratoren".
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.03.2006
"So klar hat schon lange niemand mehr erklärt, worin Genie besteht." Wilhelm Trapp fasst es als großes Glück auf, dass sich mit dem Restaurator Antonio Forcellino einmal jemand von der kunsttechnischen Seite her Michelangelo nähert. Die bekannten Lebensdaten erzähle er "schön schnörkellos", mit "übergreifenden" Theorien zur Spiritualität oder Homosexualität halte er sich dankenswerterweise zurück. Damit rückt das Werk in den Mittelpunkt, die "bahnbrechenden" Methoden, mit denen Michelangelo alles aus dem Stein herausholte, oder die Feinheiten der Komposition, die menschliche Körper in "Chiffren des Schmerzes, der Liebe, des Willens" verwandelte, wie Trapp schwärmt. Forcellino wende sich Michelangelo ebenso behutsam und "feinsinnig" zu, wie er von 1998 bis 2003 das Julius-Grab restauriert haben muss, vermutet der selige Rezensent.
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