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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Antonio Forcellino

Michelangelo

Eine Biografie

Cover: Michelangelo

Siedler Verlag, Berlin 2006
ISBN-10 3886808459
ISBN-13 9783886808458
Gebunden, 395 Seiten, 24,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Italienischen von Petra Kaiser, Martina Kempter und Sigrid Vagt. Antonio Forcellino erzählt das bewegte Leben des großen Malers und Bildhauers, Architekten und Dichters Michelangelo (1475-1564). Er schildert die persönlichen und politischen Konflikte, die komplizierten Leidenschaften und religiösen Überzeugungen des Genies. Das lange und konfliktreiche Leben Michelangelos ist im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erzählt worden. Doch seit langem fehlte eine umfassende und fundierte Biografie Michelangelos, die auf allen verfügbaren Quellen beruht und einen neuen Zugang zum Werk des "wirkmächtigsten Künstlers der Menschheit" (Gustav Seibt) bietet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.05.2011

Kia Vahland weiß, dass über Michelangelo bereits mehr Bücher veröffentlicht wurden, als ein Mensch in seinem Leben lesen kann. Neuerscheinungen haben es also schwer sich überhaupt zu rechtfertigen, und so attestiert sie Volker Reinhardt und Antonio Forcelino erst einmal Mut, überhaupt Biografien vorzulegen. Forcelino, der an der Restaurierung des Papst-Julius-Grabs mitgewirkt hat, erklärt in seinem (bereits vor fünf Jahren erschienen) Buch das Renaissance-Genie aus seinen Glaubenszweifeln heraus, sieht ihn mit innerkatholischen Reformbewegungen verbunden und einer "frommen Ernsthaftigkeit" verpflichtet. Auch wenn Vahland dem Autor bescheinigt, kenntnisreich Michelangelos Arbeitsprozesse zu beschreiben, moniert sie doch "Mutmaßungen und Ungenauigkeiten" und empfiehlt letztendlich doch wieder Leo Steinbergs und Alexander Nagels Analysen oder die "dicken Bänden der Sixtina-Restauratoren".

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.03.2006

"So klar hat schon lange niemand mehr erklärt, worin Genie besteht." Wilhelm Trapp fasst es als großes Glück auf, dass sich mit dem Restaurator Antonio Forcellino einmal jemand von der kunsttechnischen Seite her Michelangelo nähert. Die bekannten Lebensdaten erzähle er "schön schnörkellos", mit "übergreifenden" Theorien zur Spiritualität oder Homosexualität halte er sich dankenswerterweise zurück. Damit rückt das Werk in den Mittelpunkt, die "bahnbrechenden" Methoden, mit denen Michelangelo alles aus dem Stein herausholte, oder die Feinheiten der Komposition, die menschliche Körper in "Chiffren des Schmerzes, der Liebe, des Willens" verwandelte, wie Trapp schwärmt. Forcellino wende sich Michelangelo ebenso behutsam und "feinsinnig" zu, wie er von 1998 bis 2003 das Julius-Grab restauriert haben muss, vermutet der selige Rezensent.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren