Raffael, Hauptvertreter der italienischen Hochrenaissance, erlangte vor allem als Maler harmonischer, ausgewogener Kompositionen und lieblicher Madonnenbilder Berühmtheit. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein galt er als größter Maler aller Zeiten. Neben seiner Karriere als Maler in Florenz und am päpstlichen Hof in Rom war Raffael auch Bauleiter des Petersdoms und Aufseher über die römischen Antiken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.03.2006
Großes Lob hat Andreas Tönnesmann an Christof Thoenes' "brillant bebilderten" und zum "Schnäppchenpreis" angebotenen Band über Raffael zu vergeben. Obwohl Thoenes sich durchaus auch direkt mit den Bildern befasst, lobt der Rezensent vor allem die "rezeptionsgeschichtlichen Fingerzeige", die Raffaels Einfluss auf Darwin bis Manet beschreiben. Die "ebenso präzise wie entspannte, gelegentlich von leiser Ironie gefärbte Prosa" gefällt ihm außerodentlich, ebenso wie Thoenens Umgang mit der aktuellen Forschung, die subtil in den Text eingeflochten wird, ohne je penetrant zu wirken. die Bildbeschreibungen schließlich gewinnen durch ihren "pointierten Zugriff" die Sympathie Tönnesmanns. Die fehlenden Zitatnachweise und dürftigen Quellenangaben - die einzigen Mängel - lastet der Rezensent auch nicht dem Autor, sondern dem schmalen formalen Korsett der Verlagsreihe an.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…