Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 08.02.2012, 16.40 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hartmut Rosa

Beschleunigung

Die Veränderung der Zeitstruktur in der Moderne

Cover: Beschleunigung

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN-10 3518293605
ISBN-13 9783518293607
Kartoniert, 538 Seiten, 17,00 EUR

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Klappentext

Das Buch unternimmt erstmals den Versuch, die sich potenzierende Dynamisierung gesellschaftlicher Verhältnisse, wie sie in der jüngsten politischen und digitalen Beschleunigungswelle etwa unter dem Stichwort "Globalisierung" firmiert, systematisch zu erfassen und sie in ihren kulturellen und strukturellen Ursachen ebenso wie in ihren Auswirkungen auf die individuelle und kollektive Lebensführung zu analysieren. Entwickelt wird dabei die These, daß die zunächst befreiende und befähigende Wirkung der modernen sozialen Beschleunigung, die mit den technischen Geschwindigkeitssteigerungen des Transports, der Kommunikation oder der Produktion zusammenhängt, in der Spätmoderne in ihr Gegenteil umzuschlagen droht. Individuell wie kollektiv verändert sich die Erfahrung von Zeit und Geschichte: An die Stelle einer gerichteten Vorwärtsbewegung tritt die Wahrnehmung einer gleichsam bewegungslosen und in sich erstarrten Steigerungsspirale.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 26.01.2006

Entgegen der üblichen und oft oberflächlichen oder einseitigen Zeitkritik habe der Jenaer Soziologe Hartmut Rose eine Theorie der Zeit vorgelegt, die "gewaltig, monumental und erschöpfend" sei und sich durch ihre Einbettung in den Diskurs der Moderne auszeichne, befindet ein begeisterter Thomas Assheuer. Als "stumme, normative Gewalt", wie er den Autor zitiert, sei sie das lebensbestimmende Moment moderner Gesellschaften und stehe als solche noch über dem Besitz von Macht und Geld. Diese Diagnose unterlegt der Autor mit einer Reihe typologischer Fallbeispiele, wie etwa dem Spieler oder Drifter, der sich ähnlich dem Börsenmakler inhaltsfrei und situativ verhalte. Von Lebensentwürfen lasse sich angesichts "sozial beschleunigter Identitäten" in herkömmlichem Sinne nicht mehr reden: Man "ist" nicht mehr Bäcker, sondern "arbeite" als Bäcker. Überraschend sei dabei die These Roses, dass der moderne Spielertyp ein Abbild des alten Weltbildes darstelle. Da hier am Ende als größter Zeitvernichter der Tod stehe, nehme mit dem Erzeugen neuer Fluchtoptionen der "Aussschöpfungsgrad" beständig ab. Die technische Hinauszögerung durch immer neue Möglichkeiten und das kulturelle Weltbild sind Teil der gleichen "Akzelerationsdynamik".Damit werde auch für Rosa die Idee des Fortschritts obsolet, da wir längst in einer simulativen Zeitschleife des "Nebeneinanders von Demokratie und Despotie" leben, resümiert der Rezensent

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Archiv: Bücherschauen

Seefahrergeschichten

08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren