Das Buch untersucht die Veränderungen der Männlichkeitsrollen (Krieger, Liebhaber, Vater usw.), ihre Dekonstruktion und Rekonstruktion konkret am historischen Material. Die wohl tiefste Krise der Männlichkeit breitete sich im 20. Jahrhundert aus. Nach einer Phase übersteigerter Virilität, nach den Exzessen männlicher Gewalt in zwei Weltkriegen, ethnischer Säuberungen und Genoziden, nach den Herausforderungen verschiedener Frauenbewegungen, mussten die Männlichkeitsbilder im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts neu konturiert werden. Das Buch untersucht, am österreichischen Beispiel, die Veränderungen der Männlichkeitsrollen (Krieger, Liebhaber, Vater usw.), ihre Dekonstruktion und Rekonstruktion konkret am historischen Material.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.01.2006
Um seine Generalkritik und letztlich seinen Generalverdacht anschaulich zu machen, greift Rezensent Wilhelm Trapp zum Bild des österreichischen Strudelteigs. Wohlgemerkt für ein Buch, das das "Drama der Männlichkeit im 20. Jahrhundert am österreichischen Beispiel" aufrolle. Männlichkeit als "universales Erklärungsparadigma" diene bei Hanisch nämlich als ähnlich "geschmeidiges" Medium, um alles und jedes einzupacken und lesbar zu machen. Entsprechend "locker" gerate bei Hanisch die Argumentation rund um die Kategorie "Geschlecht", und der Autor "ignoriert" aus Sicht des Rezensenten auch bisherige und weit präzisere Forschungsbemühungen. Trapps Generalverdacht, neben Hinweisen auf Banalthesen und unbeantworteter Grundfragen, ist nun der, dass der Autor die Attribute der Männlichkeit wie "Penis, Phallus, große Wörter" mehr re- als dekonstruiert. Allein der Männlichkeitsbegriff als umfassender Erklärungshorizont für das 20. Jahrhundert sei eine "drastische Machogeste".
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