Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.07.2000
Starke qualitative Schwankungen attestiert der Rezensent mit dem Kürzel "hör" den verschiedenen Beiträgen in diesem Sammelband zur Rezeption von Kaspar Hauser in Kunst und Wissenschaft. Der Band geht zurück auf die Arbeit eines Heidelberger Seminars, bei dem - wie der Rezensent ironisch anmerkt - kein Teilnehmer brüskiert und um Publikationsfreuden gebracht werden sollte. Objekt der teilweise laienhaften Untersuchungen sind nach Einschätzung des Rezensenten weder die genialen Werke über Kaspar Hauser (von Verlaine oder Handke) noch die Massenware, sondern "die Werke mittlerer Qualität" (so etwa von Klaus Mann und Katja Lange-Müller), die mal analytisch, mal laienhaft angegangen würden.
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