Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Kluun

Mitten ins Gesicht

Roman

Cover: Mitten ins Gesicht

Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN-10 3502100306
ISBN-13 9783502100300
Kartoniert, 364 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Niederländischen von Mary und Erik Alder-Sijmons. tijn und Carmen sind ein sorgloses Großstadtpärchen. Sie haben gut bezahlte Jobs, viele Freunde, sind stolze Eltern der einjährigen Luna. Doch dann wird Carmen schwer krank. Stijn tut alles, um seiner Frau zu helfen. Aber nachts stürzt er sich obsessiv ins Clubleben, um seine Angst zu betäuben. Erst eine seiner Affären bringt ihn zur Besinnung: Stijn muss sich seinen Gefühlen stellen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.12.2005

Dieser Roman, rechtfertigt Ijoma Mangold seine Besprechung in der Rubrik "Leichtes Fach", ist zwar reichlich schwer verdaulich, aber nicht unbedingt aus literarischen Gründen. Erzählt wird - vor autobiografischem Hintergrund - von einem Mann, Stijn, der notorisch, ja, zwanghaft fremdgeht - und zwar auch dann noch, als seine Frau an Brustkrebs erkrankt. Stijn kann, obwohl er seine Frau liebt, von den anderen Frauen nicht lassen. Der Autor schont seinen Helden - und sich - nicht, darin sieht der Rezensent die Stärke dieses Romans. Er gibt gar nicht vor zu verstehen, was ihn treibt. Er stellt sich und sein Verhalten in Frage - und ist auch darin "maßlos" und "radikal". Erstaunlicherweise gewinnt Mangold den Held offenkundig lieb, der eingestandenen Pathologie zum Trotz. Oder wohl genau des Eingestehens wegen. Jedenfalls nennt er das Buch zwar durchaus "kitschig", aber dennoch "sehr anrührend", und die "Tränen des Lesers", von denen er spricht, waren wohl die seinen.

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