Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Niederländischen von Mary und Erik Alder-Sijmons. tijn und Carmen sind ein sorgloses Großstadtpärchen. Sie haben gut bezahlte Jobs, viele Freunde, sind stolze Eltern der einjährigen Luna. Doch dann wird Carmen schwer krank. Stijn tut alles, um seiner Frau zu helfen. Aber nachts stürzt er sich obsessiv ins Clubleben, um seine Angst zu betäuben. Erst eine seiner Affären bringt ihn zur Besinnung: Stijn muss sich seinen Gefühlen stellen.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.12.2005
Dieser Roman, rechtfertigt Ijoma Mangold seine Besprechung in der Rubrik "Leichtes Fach", ist zwar reichlich schwer verdaulich, aber nicht unbedingt aus literarischen Gründen. Erzählt wird - vor autobiografischem Hintergrund - von einem Mann, Stijn, der notorisch, ja, zwanghaft fremdgeht - und zwar auch dann noch, als seine Frau an Brustkrebs erkrankt. Stijn kann, obwohl er seine Frau liebt, von den anderen Frauen nicht lassen. Der Autor schont seinen Helden - und sich - nicht, darin sieht der Rezensent die Stärke dieses Romans. Er gibt gar nicht vor zu verstehen, was ihn treibt. Er stellt sich und sein Verhalten in Frage - und ist auch darin "maßlos" und "radikal". Erstaunlicherweise gewinnt Mangold den Held offenkundig lieb, der eingestandenen Pathologie zum Trotz. Oder wohl genau des Eingestehens wegen. Jedenfalls nennt er das Buch zwar durchaus "kitschig", aber dennoch "sehr anrührend", und die "Tränen des Lesers", von denen er spricht, waren wohl die seinen.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








