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zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Uljana Wolf

kochanie ich habe brot gekauft

Gedichte

Cover: kochanie ich habe brot gekauft

Kookbooks Verlag, Idstein 2005
ISBN-10 3937445161
ISBN-13 9783937445168
Kartoniert, 72 Seiten, 13,80 EUR

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Klappentext

Mit 4 Transparentblättern mit Zeichnungen von Andreas Töpfer. Es sind knisternde, kristalline Momente, denen Uljana Wolf in ihrem Debüt "kochanie ich habe brot gekauft" nachspürt, Momente der Überschreitung, in denen die Intimität des Vertrauten blitzartig umschlägt in die Erotik des Fremden. Als "reisende" bewegen sich ihre Gedichte mit spielerischer Leichtigkeit von Land zu Land, von Frau zu Mann, von Zunge zu Zunge. Alles scheint hier übersetzbar. Feinfühlig und mit bisweilen verschmitzter Verve gelingt es Uljana Wolf, Begegnungen mit Geliebten und Vätern, Holzfällern und bissigen schlesischen Dorfhunden im "aufwachraum" der Sprache poetisches Leben einzuhauchen. In einer Welt, in der die Sprache unterwegs und das Unterwegs in der Sprache ist, entstehen Gedichte als Miniaturunterkünfte, die den Leser verführen - zum Verweilen, zum immer Wiederlesen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.06.2006

Sibylle Cramer erkennt durchaus die Vorzüge dieses Debütbandes mit Gedichten von Uljana Wolf an, dass der Lyrikerin dafür aber sofort der Peter Huchel-Preis verliehen wurde, findet sie etwas vorschnell und übertrieben. Erscheinen der Rezensentin die ersten Gedichte, in der Wolf entweder in "nachgestelltem Kinderton" über Väter räsoniert oder in "Aufwachraum" den Zustand zwischen Bewusstlosigkeit und Wachsein erkundet, auffällig unsinnlich und vom Intellekt geprägt, so freut sie sich später über die stärker werdende Lebendigkeit und den Humor der Gedichte in der zweiten Hälfte des Bandes. Wenn Wolf schließlich mit "kreisau, nebelvoliere" ein Liebesgedicht vorlegt, demonstriert sie, zu welch intensivem Ausdruck sie imstande ist, lobt die Rezensentin, die spätestens hier Verständnis dafür entwickelt, was die Preisverleiher denn so begeistert hat, dass sie der Autorin den renommierten Büchnerpreis der Lyrik zuerkannt haben, auch wenn der Rezensentin nach wie vor verdientere Autoren eingefallen wären.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.12.2005

Sabine Franke bietet in ihrer enthusiastischen Besprechung dieses Gedichtbandes von Uljana Wolf so manchen Superlativ auf, um ihrer Begeisterung Ausdruck zu verleihen. Sie preist die Autorin als eine der "wichtigsten jungen Lyrikerinnen" und den Gedichtband als "zum Feinsten, zum Besten" gehörig, was in diesem Jahr überhaupt publiziert wurde. Damit nicht genug findet sie auch den Einband "einfach zum Kaufen schön", den Band inhaltlich und gestalterisch "eines der schönsten Bücher des Jahres", wie sie schwärmt. Franke preist die "thematische Bandbreite" der Lyrikerin und lobt, dass in den kraftvollen, zunächst eher "schlicht" und "archetypisch" wirkenden Bildern der Gedichte "gewichtige Inhalte" vermittelt werden. Schon mit dem ersten Gedicht des Bandes setze Wolf "einen Standard", der nicht von vielen Autoren überhaupt erreicht werde, so die Rezensentin überschwänglich, die es "ausgesprochen erfreulich" findet, dass die Autorin trotz der tiefen Bedeutungsebene auch ein "spielerisches Element" in ihren Texten aufgehoben hat.

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