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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Nasrin Alavi

Wir sind der Iran

Aufstand gegen die Mullahs - die junge persische Weblog-Szene

Cover: Wir sind der Iran

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2005
ISBN-10 3462036513
ISBN-13 9783462036510
Paperback, 387 Seiten, 9,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Violeta Topalova und Karin Schuler. Nasreen Alavi fängt die unglaublich lebendige Untergrund-Szene der iranischen Blogger ein und schildert ein junges, modernes Land, das kurz davor zu stehen scheint, die Mullah-Herrschaft abzuschütteln - sofern kein militärischer Angriff von außen erfolgt. Wo gibt es auf der Welt eine moderne islamische Gesellschaft, fragen im Westen viele - dabei wissen wir nur nicht, was im Iran unter der Decke des fundamentalistischen Regimes vor sich geht. Der Bildungsstand und die Vertrautheit mit modernen Medien sind im Iran höher als in manchen europäischen Ländern; 70 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 30 Jahre. Und das Internet ist zu dem Medium des Protestes gegen die Herrschaft der Mullahs geworden: Es gibt mehr als 75.000 persische Weblogs, Internet-Tagebücher - mehr als in deutscher, italienischer oder spanischer Sprache.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.06.2006

Als sehr willkommenes Buch begrüßt Rezensentin Katajun Amirpur die Veröffentlichung dieser von Nasrin Alavi gesammelten studentischen Weblogs aus dem Iran. Wie die Rezensentin erklärt, haben die Iraner das Weblog als - wenn auch zumeist anonymen - Ort der Redefreiheit entdeckt und einen regelrechten Boom ausgelöst. Die Beiträge umfassen ein breites thematisches Spektrum: von Alltagsschilderungen über Musik und Kino oder auch gesellschaftlich-moralische Fragen (insbesondere was die Rechte der Frauen angeht) bis hin zur bewussten politischen Beobachtung. Gerade bei letzterem ist der Informationsaustausch beidseitig angelegt, berichtet die Rezensentin: Die Blogger informieren sich nicht nur über die Weltpolitik und die iranische Politik im In- und Ausland, sondern stellen der Welt auch Insider-Wissen aus dem Iran zur Verfügung. Insgesamt, befindet die Rezensentin, bietet dieses Buch einen "hervorragenden Einblick in die iranische Gesellschaft".

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.03.2006

"Fulminant" findet Rezensentin Swantje Karich dieses Buch von Nasrin Alavi, das anhand der Weblog-Szene Einblicke in die Gedanken- und Erlebniswelt des Irans gibt. Die Schilderungen ganz persönlicher Ängste, Konflikte, Traumata, Hoffnungen und ihre politische Reflexion in den Internet-Tagbüchern junger Blogger offenbaren nach Karichs Ansicht "ein feines und sensibles Bild" des iranischen Alltags und seiner Menschen zwischen religiöser Tradition und westlicher Kultur. Lobend äußert sich Karichs insbesondere über den Begleittext der Autorin, der die Situation in Iran verstehbar und erfahrbar mache.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.12.2005

Aufschlussreich findet Rezensentin Elisabeth Kiderlein dieses "lesenswerte Buch" von Nasrin Alavi über die iranische Weblog-Szene. Wie sie berichtet, habe die Autorin aussagekräftige Weblogs vor allem von iranischen Studenten zusammenstellt, thematisch gebündelt und erläutert. Die Weblogs handelten ein breites Spektrum an Themen ab, diskutiert werde alles, was die Teilnehmer bewegt: von der Situation der Frauen über die Scharmützel mit den Milizen, das Versagen der Behörden beim Erdbeben von Bam und die Frage nach einer möglichen Intervention der USA bis hin zu neuen Filmen und dem neuen Band von Harry Potter. Kiderlein lobt das Buch für den erhellenden Einblick, den es in den heutigen Iran gewährt. Es biete nicht nur eine "präzise emotionale Zustandsbeschreibung der iranischen Gesellschaft" sondern auch "Material zur politischen Analyse".

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