Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Andreas Zumach

Die kommenden Kriege

Ressourcen, Menschenrechte, Machtgewinn. Präventivkrieg als Dauerzustand?

Cover: Die kommenden Kriege

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2005
ISBN-10 3462036416
ISBN-13 9783462036411
Kartoniert, 223 Seiten, 8,90 EUR

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Klappentext

Die UNO ist seit dem Irakkrieg geschwächt. Amerika hält an seiner Präventivkriegdoktrin fest. Europa träumt von politischer Emanzipation durch militärische Stärke. Das Ende des Ölzeitalters ist absehbar - bei wachsendem Energiebedarf weltweit. Gehen wir einer Epoche der Kriege um Ressourcen und "Menschenrechte" entgegen?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 01.12.2005

Mit reichlich Spott widmet sich Herfried Münkler dem Buch "Die kommenden Kriege" des Genfer taz-Korrespondenten Andreas Zumach. Durchaus richtig sei, dass der Autor zum Beispiel vor den Folgen der schrumpfenden Vorräte an fossilen Energien warne oder auch vor der bedrohlichen Dynamik eines nuklearen Wettrüstens. Doch seine unerschütterliche These, "sein bombenfester Standpunkt", dass alle bestehenden Probleme nur durch eine Stärkung der UN, ein Mehr an Kompetenzen und Ressourcen, behebbar seien, weise zahlreiche Lücken auf. Er beachte "nicht den fortschreitenden Staatszerfall in vielen Teilen der Welt, nicht die dort agierenden ebenso aggressiven wie korrupten Eliten und auch nicht die Unversöhnlichkeit fundamentalistischer Strömungen". Zumachs Bild vom verschwenderischen Lebensstil der USA und den daraus resultierenden Machenschaften (wie dem Führen völkerrechtswidriger Kriege oder dem Eingreifen mit geheimdienstlichen Mitteln in die inneren Verhältnisse anderer Staaten), sei nicht nur einseitig, sondern falsch, schimpft der Rezensent. Und wenn er am Ende seiner Rezension nur noch zu dem Spruch greift: "Aber wer die politische Welt mit Sonne im Herzen anblickt, den grüßt sie ebenso zurück", fällt es schwer, dem Ganzen noch den nötigen Ernst abzugewinnen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren