Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Simon Singh

Big Bang

Der Ursprung des Kosmos und die Erfindung der modernen Naturwissenschaft

Cover: Big Bang

Carl Hanser Verlag, München 2005
ISBN-10 3446205985
ISBN-13 9783446205987
Gebunden, 541 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Klaus Fritz. Wie entstand die Welt? Und wie entstand unser Wissen über die Welt? Simon Singh führt in seinem neuen Buch in die Geheimnisse der Theorie vom Urknall ein. Dabei erklärt er nicht nur die Entstehung der Welt, sondern auch den Zusammenhang von Raum, Materie und Zeit. Doch warum sind manche dieser Theorien erfolgreicher als andere? Wie funktioniert eigentlich Wissenschaft, diese Suche nach Wahrheit? Simon Singh erzählt von diesem aufregenden Kampf um die Frage nach der Entstehung unserer Erde.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2005

Wer sich für naturwissenschaftliche Fragen interessiert, dem kann Rezensent Ernst Horst dieses Buch von Simon Singh über den Ursprung des Kosmos nur ans Herz legen. Er werde sich nicht langweilen. Der Autor schildere darin, wie unser Wissen über den Kosmos historisch entstanden ist - von den alten Griechen über Kopernikus, Kepler, Galilei und Newton bis zu Hubble und gegenwärtigen Forschern. Ausführlich zeichnet Horst die einzelnen Theorien nach und geht insbesondere auf die Debatte zwischen der Anhängern der Big-Bang-Theorie und der Steady-State-Theorie ein. Er hebt hervor, dass Singh Teilaspekte "liebevoll" erklärt, aber auf viele "unangenehme" technische Einzelheiten verzichtet. Erfreulich findet er zudem, dass Singh seine Darstellung mit Geschichten aus dem Leben der Protagonisten auflockert.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.10.2005

Der Rezensent Burkhard Müller ist verärgert. Gar nicht so sehr, weil dieses Buch im Rahmen des im Genre populäres Sachbuch Üblichen besonders schlecht geraten wäre. Sondern gerade, weil es über die üblichen Grundannahmen dieses Genres nicht hinausgeht. So findet es Müller überhaupt nicht selbstverständlich, dass Formeln grundsätzlich einfach sein müssen, wenn sie gut sein sollen. Mal ganz abgesehen davon, dass einem Singh den eigentlich unmöglichen Sprung zwischen populären Vergleichen und Bildern einerseits und der schroffen Formel zur Relativitätstheorie andererseits eben auch nicht möglich macht: Gerade erzählt er noch eine Geschichte, dann steht da plötzlich eine Formel. Der Laie versteht sie nicht und bleibt mit einem "Gefühl stiller Beschämung" zurück. Die Bevorzugung der "Big Bang"- gegenüber der "Steady State"-Theorie des Universums, und damit des "schrecklichen Anfangs" gegenüber einer noch schrecklicheren Anfangslosigkeit, scheint Müller überdies ein theologischer Rest, und deshalb wiederum sehr viel stärker der Diskussion wert, als Singh sie zu leisten bereit ist. Alles in allem ist dieses Buch "vorbildlich normaldumm", schreibt Müller.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren