Aus dem Italienischen von Marianne Schneider. Elf Italiener kämpfen mit Ihrem Schicksal, das es nicht gut mit ihnen meint: Es hat sie alle in ein fremdes Land verschlagen. In der Mystic Avenue, einer Straße voller Merkwürdigkeiten und verwirrender Verknüpfungen, laufen die Fäden der Handlung zusammen. Sind sie im Auftrag der Regierung hier gelandet? Quasi in diplomatischer Mission? Oder wurden sie deportiert?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.10.2005
Daniele Benati versetzt in einem "poetischen Menschenexperiment" elf Figuren aus Italien in ein merkwürdiges Amerika, wo sie unter der Adresse "Mystic Avenue 3847 über ihr Dasein rätseln, wie Andreas Rosenfelder den Inhalt des Buchs zusammenfasst. Es handele sich um einen "psychedelischen Roman", in dem es für die Protagonisten, denen jeweils ein Kapitel gewidmet ist, keine Gewissheiten gebe. Wenn der italienische Autor am Anfang auch etwas "penetrant" die kafkaesken Züge des Geschehens betone und mit seinen vielen "Dante-Verweisen" beim Leser das "mulmige Gefühl" aufkommen lasse, er habe eine Parabel vor sich, werde das im Verlauf der Lektüre nicht bestätigt, beruhigt der Rezensent. Vielmehr stelle sich Benati als "hochtalentierter Erzähler" heraus, der als "Rechtfertigung" für die seltsame Lage seiner Figuren letztlich nur die Tätigkeit des Erzählens anbietet, so Rosenfelder angetan. Die dabei mitunter übertriebenen "literarischen Selbstreflexionen" Benatis werden für ihn aber durch die "mystischen Momente", die im Roman aufscheinen, wettgemacht und machen selbst das "Quälerische" der Situation erträglich, lobt der Rezensent.
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