Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Eine junge Frau verliebt sich in einen nicht mehr jungen Mann - daraus folgt, heftige Funken sprühend, der Zusammenstoß zweier Welten und Wahrnehmungen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie ist voller Phantasie, die das Leben verklärt, doch das ändert nichts an ihrer Einsamkeit. Und daran, dass sie Sozialhilfe empfängt. Er hat als Sachbearbeiter im Sozialamt eine Überdosis Wirklichkeit abbekommen. Privat läuft nichts mehr, zweimal getrennt, Tochter und Sohn sieht er sporadisch, nie wieder will er eine Beziehung eingehen. Als sie ihren Sachbearbeiter zum ersten Mal sieht, steht fest: er ist ihr Mann.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.01.2006
Das hätte ganz groß werden können, meint Uwe Stolzmann. Schließlich verfüge Kirsten Fuchs über beachtlichen Sprachwitz, den der Rezensent bei ihren Lesungen schätzen gelernt hat. In dem Roman wird aus zwei sorgsam getrennten Perspektiven - von Tanja, einem Heimkind, das Zuflucht und Zuwendung im Sex sucht, und von Herrn Berg, einem Sozialamtssachbearbeiter -, eine Liebesgeschichte erzählt. Auf dem Amt lernen die beiden sich kennen, und sofort empfindet sie Mitleid mit seinem verkümmerten Sein. Ihre Annäherung schildere Fuchs "erotisch derb" und in ausgesucht-komischen Bildern und in einem "unverwechselbaren Stil". So weit so gut. Doch leider gleite der sprachliche Humor "regelmäßig" in den "Kalauer" ab, moniert Stolzmann, "irgendwann fehlen Kraft und Luft". Das Spiel mit den ins Ironische gewendeten Versatzstücken der Alltagssprache, das übermütige Jonglieren - das geht nicht immer gut, manchmal "entgleiten" Fuchs die "abgegriffenen Wendungen", die sie verwendet.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.11.2005
Volker Breidecker ist erfreut. Eine Autorin, die über Sex schreiben kann! Von keiner Schreibhochschule "verdorben"! Kirsten Fuchs, informiert der Rezensent, ist gelernte Tischlerin und seit Jahren aktives Mitglied der Berliner Lesebühnen, wo sie, so vermutet Breidecker, ihren unnachahmlichen Sound entwickelt hat. Den auf 300 Seiten durchzuhalten, falle der Autorin in ihrem Debüt ab der Mitte merklich schwerer, gesteht Breidecker. Aber trotz alledem sei "Die Titanic und Herr Berg" ein wahres Paradestück, das aus wechselnden inneren Monologen, besteht, graphisch deutlich voneinander abgesetzt, die eine junge Frau namens Tanja und ein Herr Berg miteinander führen. Tanja hat beim Sozialamt Sex beantragt, Herr Berg ist ihr zuständiger Sachbearbeiter und natürlich landen beide miteinander im Bett. Was dort geschieht ist nicht das, was sich in ihren Köpfen abspielt, und so kommt es zu absurden "Kollisionen und Karambolagen zwischen der Titanic und ihrem Eisberg", fasst Breidecker zusammen. Der Roman sei auf schamlose und nette Weise obszön, ohne je pornografisch zu werden, jubelt er. Zum Obszönen gehöre nämlich im Gegensatz zum Pornografischen die Verbindung aus Drastik und Komik, versichert Breidecker. Und das beherrscht Kirsten Fuchs offensichtlich einwandfrei.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 19.10.2005
Auch wenn sie die Idee hinter der Geschichte wenig überzeugend findet, fühlt sich die Rezensentin Kirsten Riesselmann von diesem Debütroman der taz-Kolumnistin und "Open Mike"-Gewinnerin 2003 Kirsten Fuchs gut unterhalten. Fuchs mache "aus den schalen Zutaten ganz lässig und herrlich sprachmanschettenlos eine interessante Angelegenheit". Die Autorin kann sie zwar nicht überzeugen, warum sich ihre inkompatiblen Protagonisten ausgerechnet in eine Affäre verheddern müssen. Interessant sind sie für den Leser nach Riesselmanns Meinung dennoch. Auch stilistisch gefällt ihr die Geschichte. Der nüchterne, gerade Satzbau kontrastiere mit einer "verspielt" bildhaften Sprache und schaffe so ein interessantes Spannungsfeld.
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Seefahrergeschichten
08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen
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Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen
Hanna Krall: Rosa Straußenfedern
30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen







