Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 08.02.2012, 16.40 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Fritz Hartnagel, Sophie Scholl

Damit wir uns nicht verlieren

Briefwechsel 1937-1943

Cover: Damit wir uns nicht verlieren

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN-10 3100004256
ISBN-13 9783100004253
Gebunden, 496 Seiten, 25,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Thomas Hartnagel. Mit 12 Fotos. Im Winter 1942/ 43 kämpfen Sophie und Hans Scholl mit den Flugblättern der "Weißen Rose" gegen das NS-Regime. Zur selben Zeit ist Fritz Hartnagel, Offizier der deutschen Wehrmacht, im Kessel von Stalingrad eingeschlossen. Als er im Lazarett Sophies letzten Brief erhält, ist das Todesurteil gegen sie bereits vollstreckt. 1937 begann die Freundschaft, die Liebe zwischen der sechzehnjährigen Schülerin und dem jungen Leutnant. Zusammensein und Gespräch mussten oft durch Briefe ersetzt werden: Sie spiegeln alle Phasen dieser außergewöhnlichen Beziehung, die gegensätzlichen Auffassungen der beiden wie ihr Bedürfnis nach Nähe, ihr Bemühen, innere Freiheit und die Fähigkeit zu verantwortlichem Handeln zu erwerben - und zu bewahren, "allen Gewalten zum Trotz".

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.12.2005

Mit "großer innerer Bewegung" hat Volker Ullrich die Korrespondenz von Sophie Scholl und Fritz Hartnagel gelesen. Der Briefwechsel der späteren Widerstandskämpferin im Nationalsozialismus und des Soldaten beginnt Ende 1937, und dokumentiert die Höhen und Tiefen einer schwierigen Liebesbeziehung, die jäh durch die Hinrichtung Sophie Scholls 1943 beendet wird. Ullrich hat das prominenteste Mitglied der "Weißen Rose" mit den vorliegenden Briefen von allen Seiten ihrer "reichen Persönlichkeit" kennengelernt. Aber auch Fritz Hartnagel, der bisher nur als Nebenfigur gesehen wurde, entpuppe sich als "bemerkenswert ernsthafter" und ehrenwerter Mann, der durch Sophie vom unkritischen Anhänger zum zumindest inneren Gegner des Nazi-Regimes wurde und der die Veröffentlichung des vorliegenden Briefwechsels zu Lebzeiten verhindert hat, um sich nicht ungerechtfertigterweise im Glanz der "Weißen Rose" zu sonnen.

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Archiv: Bücherschauen

Seefahrergeschichten

08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen

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