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Joachim E. Behrendt, William Claxton
JazzLife
Klappentext
Im Jahr 1960 reisten der Fotograf William Claxton und der bekannte deutsche Musikwissenschaftler Joachim E. Berendt auf den Spuren des Jazz durch die Vereinigten Staaten. Das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit war eine beeindruckende Sammlung von Fotografien und Aufnahmen legendärer Jazzmusiker, aber auch unbekannter Straßenmusiker. JazzLife, das jahrelang vergriffen war, dokumentiert eine vergangene Epoche, die zu den Sternstunden der Jazzgeschichte zählt.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.12.2005
In guter Gesellschaft befand sich Ueli Bernays beim Durchblättern der schwergewichtigen Neuausgabe im Großformat. Eine "schöne Frucht der Kollaboration" sei die 1960 auf einer Reise durch die USA entstandene Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Jazzkritiker Joachim Ernst Berendt und dem jungen Fotografen Claxton. Obwohl man viele der Starporträts bereits kenne, dokumentiere das Arrangement der dreisprachig abgedruckten Texte mit Aufnahmen aus dem Alltagsleben der Musiker eine Ära, als der Jazz schon viel hinter sich und noch viel vor sich gehabt habe. Besonders gelungen findet der Rezensent die thematische und fotografische Umsetzung "stilistischer Offenheit verschiedener Traditionen" des Jazz, die zugleich auch die Reisestationen abbilden: vom südlichen Gospel und Blues über die Westcoast-Boheme zur New York-Avantgarde. Damit werde den "coolen Kerlen" von Armstrong bis Coleman kein Grabmal, sondern ein Denkmal gesetzt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.10.2005
Nur der Fotograf selbst könne ein größeres Vergnügen an diesem Fotobuch gehabt haben als heute der Betrachter, meint Rezensent Daniel Kothenschulte mit schmachtendem Blick auf die einzigartige musikhistorische Reise, die der Fotograf William Claxton zusammen mit dem Musikologen Joachim E. Berendt 1960 unternahmen. Die Neuausgabe des 1961 erschienenen Fotobandes enthalte nun fast dreimal so viele und auch größere Abbildungen als die Originalausgabe. Zudem seien auf der Reise gemachte Tonaufzeichnungen beigelegt. Neben der Reise durch die USA, so der Rezensent, könne man an den Fotos auch eine künstlerische Entwicklung Claxtons erkennen, von der "dokumentarischen Schule" zur "inszenierten Cover Art Fotografie". Inhaltlich sei die Neuausgabe von JazzLife weiter gefasst als Joachim E. Berendts doch ein wenig "didaktisches" Jazzbuch. So sind die ersten "Jazzfotografien" von Ornette Coleman zu sehen und auch der spätere fünfte Beatle Billy Preston tauche unter den Straßenmusikern auf.
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