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Wolfgang Büscher
Deutschland, eine Reise
Klappentext
Drei Monate war der Journalist Wolfgang Büscher unterwegs. Zu Fuß, per Bus oder per Anhalter reiste er den Grenzen folgend 3.500 Kilometer um Deutschland. Dabei lagen bekannte wie unbekannte und immer wieder mythische Orte an seinem Weg. Und er stieß auf Charaktere, von denen man glauben könnte, sie seien bloß erfunden, wie den Schlossherrn, der an der böhmischen Grenze ein Doppelleben führt, oder den Schmuggler Orlando im Kleinen Walsertal. Am Ende hat Büscher ein Land kennen gelernt, das sehr viel sonderbarer ist, als wir alle glauben.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2005
Der Journalist Wolfgang Büscher hat bereits ein erfolgreiches Reise-Buch veröffentlicht, das ihn zu Fuß von Berlin nach Moskau führte, und das Rezensent Gustav Seibt damals offenbar gut gefallen hat. Büscher knüpft mit seinem neuen Buch an diesen Erfolg und seine Methode an, teilt Seibt mit, und wieder hat ihn das Ergebnis überzeugt. Büscher ist zu Fuß oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, mit persönlichem Einsatz - und "allen nachdenklichen Sinnen", schwärmt Seibt - nicht etwa quer durch Deutschland, sondern die Grenzen des Landes entlang gereist. Der Kitschanteil des Buches liege teilweise noch höher als bei dem Russland-Buch, gesteht Seibt, schreibt dies aber dem pathetischen Unternehmungsgeist Büschers zu, der bei diesem Thema - Deutschland, eine Winterreise - ständig Futter geliefert bekommen habe. Bei Büscher sei Deutschland "tragisch", eine fremde, düstere Zauberwelt, eine Märchengeschichte, die von Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg erzählt. Man könnte das Buch für "viktimistisch" halten, das heißt der aktuellen Opferhaltung im Lande Vorschub leisten, baut Seibt Einwänden vor und setzt hinzu: man sollte es aber lassen, denn Büscher schreibe kenntnisreich, hintergründig und ohne ideologische Scheuklappen.
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